"Forschungs- und Lehrkompetenz der Medizin in Frankfurt stärken"

Für 28,2 Millionen Euro ist das Forschungs- und Laborgebäude 74/75, in dem das Zentrum für Arzneimittelforschung, -entwicklung und -sicherheit des Klinikums und des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität Frankfurt („ZAFES – Molekulare Medizin“) untergebracht ist, in den vergangen vier Jahren saniert worden. „Mit diesem Projekt will das Land die Forschungs- und Lehrkompetenz des Fachbereichs Medizin stärken“, sagte der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Gerd Krämer, bei der Feier zur Übergabe des Gebäudes. „Arzneimittelforschung, Physiologie, Biochemie, Pharmakologie und Molekulare Medizin sind hier nun zusammengeführt, so dass Forschung und Lehre unter einem Dach stattfinden.“

09.09.2009 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Der Fachbereich Medizin der Universität hat nach den Worten des Staatssekretärs in den vergangenen Jahren enorme Anstrengungen unternommen, um einen Spitzenplatz in Forschung und Lehre zu erringen. „Mit dem hervorragenden Abschneiden in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder verfügt Frankfurt über eine hohe internationale Reputation für seine Exzellenzcluster und Sonderforschungsbereiche. Zudem wurden viele weitere Forschungsprojekte mit dem Prädikat ,exzellent’ versehen.“ Krämer nannte als Beispiel auch das ECSCF – European Cardiovascular Science Center, für das in Kürze ein Neubau errichtet werde.

Der Ärztliche Direktor des Klinikums der Goethe-Universität, Prof. Dr. Roland Kaufmann, sagte: „Die hervorragende Forschungsarbeit unseres Klinikums auf den Feldern Schmerz, Entzündungskrankheiten und Krebs findet nun im neuen Zentrum die allerbesten Voraussetzungen, um auch in Zukunft wichtige Erfolge und anwendbare Ergebnisse hervorzubringen – zum Nutzen der Medizin und unserer Patienten.“

Dem pflichtet der Dekan des Fachbereichs Medizin, Prof. Dr. Josef Pfeilschifter, bei: „Es freut mich ungemein, dass es uns gelungen ist, die hochgeschätzten Kollegen aus der Biochemie, Physiologie, Pharmakologie und Molekularen Medizin hierher zu berufen beziehungsweise zum Bleiben zu bewegen. Das ist ein tolles Team. Wir haben schon immer eng kooperiert, sind aber jetzt endlich unter dem einen Dach, unter dem wir im Geist schon immer waren.“

Bei der Sanierung des Forschungs- und Laborgebäudes 74/75 wurden nicht nur brandschutztechnische und sicherheitsrelevante Auflagen erfüllt und die Haustechnik optimiert, sondern die vorhandene Grundrissorganisation für eine zukunftsorientierte Lösung mit Einzel- und Gruppenlaboratorien sowie Büros umstrukturiert. Nun steht eine Nutzfläche von insgesamt 7.176 Quadratmetern zur Verfügung. Zu den Baukosten von 28,2 Millionen Euro kommen 583.000 Euro für die Erstausstattung hinzu.

In diesem Zusammenhang wies Staatssekretär Krämer auch darauf hin, dass die Hochschulmedizin in Frankfurt darüber hinaus auch erheblich von dem Sonderinvestitionsprogramm der Landesregierung profitiere: „Es ist jetzt möglich, dass der gesamte zweite Bauabschnitt des Klinikums und des Fachbereiches Medizin mit einem Investitionsvolumen von rund 260 Millionen Euro vorgezogen realisiert werden kann.“

Das ZAFES war 2002 an der Universität Frankfurt gegründet worden. Seine Aufgabe ist es – als „Center of Excellence“ und Kern eines Pharma Denker-Clusters – das beste Wissen aus den drei Welten „Universität“, „Pharmazeutische Industrie“ und „Biotechnologie“ zielgerichtet zusammenzuführen, um schneller zu innovativen Arzneimitteln zu gelangen.

Einen Projektsteckbrief zum Download finden Sie auf unserer Internetseite www.hmwk.hessen.de, wenn Sie dort die Pressemitteilung „Forschungs- und Lehrkompetenz der Medizin in Frankfurt stärken“ anklicken.


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