GEW Sachsen-Anhalt unterstützt geplanten Bildungsstreik

Nach Gesprächen mit Initiativgruppen aus Halle und Magdeburg zur Vorbereitung des für den 15. bis 19. Juni geplanten Bildungsstreiks, hat die GEW Sachsen-Anhalt ihre politische und organisatorische Unterstützung der Studierenden und Schüler erklärt.

02.06.2009 Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt

"Wir sehen in den Zielen der Initiatoren des Bildungsstreiks auch unser Anliegen", sagte GEW-Landeschef, Thomas Lippmann. "Chancengleichheit und gute Studien- und Lernbedingungen sind auch unsere Themen, deshalb werden wir die Kolleginnen und Kollegen an den Schulen und Hochschulen auffordern, ihre Schüler und Studierenden aktiv zu unterstützen", fügte er hinzu. In diesem Zusammenhang kommentierte er die Ankündigungen von Finanzminister Bullerjahn, jetzt einen Sparhaushalt vorzubereiten: "Es gibt allen Grund zur Befürchtung, dass die Schulen und Hochschulen wieder zu Sparobjekten werden sollen."

Die GEW warnt eindringlich davor, die ohnehin unterfinanzierten Universitäten und Fachhochschulen weiter finanziell zu strangulieren. Gegenwärtig studieren schon 51000 Studierende auf 34000 Studienplätzen. Eine Aufstockung für die neu eingeführten arbeitsintensiveren Bachelor- und Masterstudiengänge hat es nicht geben. "Wenn das Land den Hochschulpakt erfüllen will, muss es sogar zulegen." Für die Schulen mahnte Lippmann an, unbedingt den Lehrernachwuchs zu sichern. Das gehe nicht ohne garantierte finanzielle Vorsorge. Die Schülerzahl sinke nicht mehr, deshalb sei an Einsparungen nicht zu denken.

"Wir sind bei den Finanzen für Schule und Hochschule schon jenseits von Gut und Böse", betonte er.

Wir sind uns mit den Initiatoren des Bildungsstreiks einig, sagte Lippmann: "Wer Banken und Großkonzerne mit Milliarden stützt, darf an Bildungsmillionen nicht sparen!"

Ansprechpartner

GEW Sachsen-Anhalt

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