Schleswig-Holstein

IVL zur Lehrerausbildung: Alles auf "Reset" – dieses Gesetz darf so nicht in Kraft treten und braucht einen Neustart

Die Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein (IVL) appelliert mit Nachdruck an die Landesregierung und die sie tragenden Landtagsfraktionen, das Verfahren zur Umstrukturierung der Lehrerausbildung sofort zu stoppen.

22.05.2014 Pressemeldung Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein

"Ministerin Wendes Vorstellungen von der Lehrerausbildung haben schon im Vorwege so viel Schaden im ganzen Land angerichtet, dass nur eine politische Konsequenz angezeigt wäre: den Reset-Knopf zu drücken und in einen echten Dialog mit den Beteiligten und Betroffenen einzutreten", erklärt der stellvertretende IVL-Landesvorsitzende Claus Mangels.

Nach Meinung der IVL wird mit der beabsichtigten Struktur der Lehrerausbildung lediglich eine Umverteilung von Defiziten erreicht statt eine Optimierung der Ausbildungsqualität zu erzielen.

Mangels: "Das Ziel muss es sein, dass alle zukünftigen Lehrkräfte fachlich und pädagogisch entsprechend der Leistungsfähigkeit und der Begabungen ihrer zukünftigen Schüler und Schulformen ausgebildet werden. Die vorliegende Ausbildung geht nach dem Prinzip ,Einheitslehrer´ vor und unterschlägt, dass es keine einheitlichen Schülerinnen und Schüler gibt."

Aus Verbandssicht gibt es keine ,eierlegende Wollmilchsau´. Auch Lehrkräfte müssten spezialisiert sein, um den stark heterogenen Lerngruppen – vor allem an Gemeinschaftsschulen – und vor dem Hintergrund der Mammutaufgabe Inklusion, gerecht zu werden.


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