Lieber zu Hause forschen
(bikl/ots) "Zukunft Wissenschaft" heißt ein Offener Brief, der an diesem Freitag versandt wird. Darin, so berichtet die ZEIT in ihrer morgigen Ausgabe, nennen deutsche Wissenschaftler, die in den USA arbeiten, Bedingungen für ihre Rückkehr.
28.09.2005 ArtikelInitiiert wurde diese Aktion von der German Scholars Organisation (GSO), einem Verband deutscher Forscher in Nordamerika. "Eine solche konzentrierte Meinungsäußerung gab es noch nie", wird Eicke Weber, Professor für Materialwissenschaften an der Universität Berkeley und Chef des Verbands in der ZEIT zitiert.
Kritik am Föderalismus
Unterstützt wird der Brief unter anderem vom Chef der Deutschen Forschungsgemeinschaft, vom Präsidenten der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und von Physik-Nobelpreisträger Wolfgang Ketterle. 80 Prozent der 6000 jungen deutschen Wissenschaftler in den USA, so Weber, würden lieber in ihrer alten Heimat leben und forschen. Allein die besseren Bedingungen hielten sie in den USA.
</iv>Die Forscher, so die ZEIT, fordern unter anderem transparente Berufungsverfahren, international besetzte Berufungskommissionen und kritisieren außerdem die föderale Struktur Deutschlands mit "unübersichtlichen und ungleichen Arbeitsbedingungen".
Keine Kommentare vorhanden