Minister Biel unterzeichnet erste Förderbescheide aus Konjunkturpaketen

Kräftiger Schub für Wissenschaft und Wirtschaft in Schleswig-Holstein: Sechs Wochen nach dem Beschluss zur Umsetzung des Konjunkturpakets II hat Wirtschaftsminister Dr. Jörn Biel heute (11. Mai) die ersten sieben Förderbescheide aus dem Programm unterzeichnet. Danach werden allein außeruniversitäre Forschungseinrichtungen im Land mit 12,3 Millionen Euro unterstützt. "Wir wollen die beiden Konjunkturpakete konsequent für Zukunftsinvestitionen in den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein nutzen und werden mit insgesamt über 570 Millionen Euro deutliche Wachstumsimpulse für unser Land setzen", sagte Biel.

11.05.2009 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein

Nach den Worten von Wissenschafts-Staatssekretär und UKSH-Aufsichtsratschef Jost de Jager stehen allein für Forschung und Lehre insgesamt knapp 103 Millionen Euro zur Verfügung (davon 77 Millionen Euro Bundesmittel). Davon wird rund die Hälfte ins Universitätsklinikum investiert. "Darin spiegelt sich die Prioritätensetzung dieser Landesregierung wider - und zugleich legen wir ein weiteres klares Bekenntnis zu unserem Universitätsklinikum ab", sagte de Jager.

Folgende Forschungsstätten erhalten in den nächsten Tagen Zuwendungsbescheide:

  • Das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) erhält knapp sechs Millionen Euro für die Generalüberholung und Modernisierung des 32 Jahre alten Forschungsschiffs "ALKOR" und der vor 18 Jahren in Dienst gestellten "POSEIDON". Zusätzlich wird die wissenschaftliche Ausrüstung modernisiert. Biel: "Diese Investition ist wichtig und nötig, um den Meeresforschern auch in den nächsten Jahren durch eine moderne Flotte beste Voraussetzungen für Erfolge im wissenschaftlichen Wettbewerb zu bieten."

  • Die Stiftung Forschungszentrum Borstel erhält drei Millionen Euro für die Sanierung und Modernisierung der Forschungsabteilung der Medizinischen Klinik. Im Fokus der Forschung steht die grundlagen- und patientenorientierte Gesundheitsforschung auf dem Gebiet der Lungen- und Bronchialerkrankungen. Die Mittel werden eingesetzt, um das zwischen 1967 und 1969 errichtete Gebäude auf zeitgemäße Standards zu modernisieren. Biel: "Ziel des Projekts ist, die medizinischen Funktionsabläufe und die betriebswirtschaftlichen Anforderungen zu optimieren. Die Sanierung und Modernisierung des auf die Krankenversorgung spezialisierten Teils der Borsteler Klinik wird vom Sozialministerium gefördert.

  • Weitere zwei Millionen Euro erhält das Forschungszentrum Borstel für den Erwerb eines neuen Kernresonanz-Spektrometers (NMR). Das neue Gerät soll einerseits dazu beitragen, die Borsteler Strukturbiologie auf ihrem bisherigen hohen internationalen Stand zu halten und andererseits in neue Dimensionen der dynamischen Strukturanalyse führen.

  • Das Alfred-Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) erhält 850.000 Euro die Modernisierung und den Ausbau des Forschungstauchzentrums auf Helgoland. Mit den Mitteln soll das AWI-Tauchzentrum der Biologischen Anstalt Helgoland (BAH) modernisiert und international wettbewerbsfähig gemacht werden. Das Vorhaben umfasst die Sanierung und den Ausbau des bestehenden Tauchzentrums und der dazugehörigen Anlagen zu einem modernen Forschungstaucherzentrum. Damit können zukünftig neben eigenen auch internationale Forschungstaucher auf Helgoland ausgebildet werden. Nach Einschätzung von Biel sind darüber hinaus auch positive wirtschaftliche Effekte für die Insel Helgoland insgesamt zu erwarten.

Nach den Worten von de Jager sind für die Hochschulen und das Klinikum überwiegend Bauprojekte mit dem Ziel energetischer Sanierung vorgesehen. Unter anderem:

  • an der Christian-Albrechts-Universität Neubauten eines Hörsaal- und Seminargebäudes (zusammen knapp 11 Millionen Euro) sowie eines Bürogebäudes
  • am UK S-H die Herrichtung herzchirurgischer OP's in Lübeck (ca. 6 Millionen. Euro)
  • und in Kiel Teilsanierungen der Augenklinik und der HNO-Klinik in Kiel (ca. 4,8 Millionen Euro) sowie die Erneuerung der Isolierstation der 1. Medizinischen Klinik.

Wie Biel weiter sagte, setzt Schleswig-Holstein aus dem Konjunkturpaket unter anderem 15, 5 Millionen Euro für die Ausbesserung des Straßennetzes ein (Medieninformation vom 5. Mai) und erhält zudem über das Sonderprogramm GRW (Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur) 15 Millionen Euro Bundesmittel, die mit 15 Millionen Euro Landesmitteln kofinanziert werden. Zu den bedeutendsten Projekten, die aus dem GRW-Sonderprogramm finanziert werden, gehört der Bau des Neuen Hafens am Nord-Ostsee-Kanal in Osterrönfeld. Die Fertigstellung ist bis zum Ende des Jahres 2010 geplant.

Mehr zum Konjunkturprogramm: www.konjunkturprogramm.schleswig-holstein.de


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