Habermaass Preis für die Frühe Bildung

Internationale Auszeichnung von höchstem Rang setzt ein Zeichen für das Fundament individueller Lernbiographien und gesellschaftlicher Zukunft.

26.10.2026 Bundesweit Pressemeldung Habermaass Stiftung
  • © Habermass Stiftung V.l.n.r.: Dr. Mario Wilhelm, Prof. Dr. Bernhard Kalicki, Prof. Dr. Anthony „Tony“ Bertram, Elin Eriksen Ødegaard, Prof. Dr. Manfred Prenzel, Prof. Christine Pascal OBE, Prof. Dr. Dr. Dr. Wassilios E. Fthenakis, Prof. Dr. Jack P. Shonkoff, Nancy Stewart und Beatrice Merrick.

Die Habermaass Stiftung hat am 19. Oktober 2026 in der Kleinen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität München erstmals den Internationalen Habermaass Preis für die Frühe Bildung verliehen. Ausgezeichnet wurden fünf international wegweisende Leistungen, die das Verständnis, die Qualität und die Zukunftsfähigkeit früher Bildung nachhaltig prägen.

Die Preisverleihung würdigte wissenschaftliche Exzellenz ebenso wie wirksame pädagogische Praxis, Professionalisierung und ein lebenslanges Engagement für die frühe Kindheit. Die ersten Auszeichnungen gingen an:

  • Prof. Elin Eriksen Ødegaard, Western Norway University of Applied Sciences, für ihre innovative Forschung und den Ansatz der „Collaborative Exploration“,
  • Birth to 5 Matters und die Early Years Coalition maßgeblich geprägt durch Nancy Stewart und Beatrice Merrick aus dem Vereinigten Königreich für einen gemeinschaftlich entwickelten Orientierungsrahmen früher Bildung,
  • Prof. Dr. Hirokazu Yoshikawa, New York University, für die Verbindung wissenschaftlicher Evidenz mit wirksamer Praxis und Bildungspolitik,
  • Prof. Dr. Jack P. Shonkoff, Harvard University, Boston, für seine interdisziplinären Arbeiten zur frühkindlichen Entwicklung,
  • Prof. Dr. Anthony „Tony“ Bertram, Vereinigtes Königreich, Centre for Research in Early Childhood, für sein international prägendes Lebenswerk

Der Abend wurde durch den Präsidenten der LMU München, Prof. Dr. Matthias Tschöp, eröffnet. Die LMU hatte die Schirmherrschaft übernommen und mit der Kleinen Aula den festlichen Rahmen für die erste Verleihung geschaffen.

Bereits am Vorabend kamen die Laureatinnen und Laureaten zu einem gemeinsamen Gespräch zusammen. Im Mittelpunkt standen gesellschaftliche und politische Bedingungen früher Bildung in den USA, im Vereinigten Königreich, in Norwegen, Deutschland und weiteren europäischen Staaten. Dabei wurde deutlich: Bildungssysteme unterscheiden sich, doch die frühe Kindheit ist überall der entscheidende Ausgangspunkt für spätere Bildungswege und gesellschaftliche Teilhabe.

„Wir möchten herausragende Leistungen sichtbar machen und zugleich die frühe Bildung stärker in das Zentrum der öffentlichen und politischen Aufmerksamkeit rücken. Wer Bildungsqualität nachhaltig verbessern will, darf nicht erst in der Schule beginnen“, sagt Dr. Mario Wilhelm, Vorstand der Habermaass Stiftung.

Der Habermaass Preis ist eine kuratierte internationale Auszeichnung. Selbstbewerbungen sind ausgeschlossen. Vier Preiskategorien sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert; ergänzend wird ein undotierter Ehrenpreis für das Lebenswerk vergeben. Die Preisverleihung soll künftig jährlich an unterschiedlichen internationalen Orten verliehen werden und somit den Geist des Preises in die Welt tragen.

Ansprechpartner

Dr. Mario Wilhelm
August-Grosch-Straße 28-38
96476 Bad Rodach
E-Mail: info@habermaass-stiftung.com


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