Minister Tesch setzt Bolognagespräche mit Rektoren und Studierenden fort
"Mecklenburg-Vorpommern wird mit guten Erfahrungen und Anregungen den Bolognaprozess weiter voranbringen, "so Henry Tesch, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern nach dem Treffen mit den Hochschulrektoren und Vertretern der Landeskonferenz der Studierendenschaften, das nach einer ersten Gesprächsrunde im Dezember 2009 für den heutigen Tag vereinbart worden war.
26.01.2010 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-VorpommernBei dem Treffen wurde darüber beraten, wie an den Hochschulen des Landes die Studienbedingungen weiter verbessert werden können.
Dazu gehört u.a.
- die Prüfungsbelastungen zu reduzieren, in dem grundsätzlich nicht mehr als eine Prüfung pro Modul vorgesehen wird,
- die Arbeitsbelastung für die Studierenden zu überprüfen und dabei ein vertretbares Maß zu gewährleisten,
- die ländergemeinsamen Strukturvorgaben für die Bachelor- und Masterstudiengänge weitgehend zu flexibilisieren oder
- wie die Gestaltungsfreiheit der Hochschulen genutzt werden kann.
Die Rektoren und Studierenden berichteten dem Minister über Aktivitäten an ihren Hochschulen, um den Bolognaprozess weiter zu entwickeln. So wurde an der Universität Rostock eine Bolognawoche mit zahlreichen Veranstaltungen durchgeführt, um das Thema zu vertiefen und dafür sowohl Studierende als auch Lehrende weiter zu sensibilisieren. An der Greifswalder Universität wurde und wird in einer Arbeitsgemeinschaft zum Bolognaprozess differenziert auf einzelne, konkrete Aspekte vor Ort eingegangen, z.B. was die Studierbarkeit oder auch Prüfungshäufigkeit betrifft. Die Arbeitsgemeinschaft erarbeitet derzeit ein 10-Eckpunktepapier, wie Bologna hier weiter entwickelt wird. Außerdem bereitet die Universität Greifswald für Juni 2010 eine landesweite öffentliche Tagung vor, bei der über den Bolognaprozess aus der Sicht der Hochschulverwaltung beraten wird. Die Fachhochschulen berichteten ihrerseits von Aktivitäten wie Workshops und Diskussionsrunden zum Thema Verbesserung der Studienqualität.
Nach der Bologna-Fachtagung der Kultusminister- und Hochschulrektorenkonferenz im März 2010 und nach der Beratung dazu im Bundesbildungsministerium im Frühjahr 2010 werden die Treffen auf Landesebene fortgesetzt.
Bildungsminister Henry Tesch: "Wir werden uns im Sommer und im Herbst jeweils zu Workshops zusammenfinden, bei denen es u. a. um den Bolognaprozess, aber auch um die Fortführung der Zielvereinbarungsgespräche mit den Hochschulen im Lande gehen wird."
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