Ministerin Schulze: 5,4 Millionen Euro pro Jahr für die Gleichstellung an den NRW-Hochschulen
"Wir brauchen alle klugen Frauen und Männer an unseren Hochschulen. Gleichstellung ist eine Frage der Qualität", erklärte Ministerin Schulze anlässlich des in Düsseldorf vorgestellten Landesprogramms für geschlechtergerechte Hochschulen. "Wir investieren deshalb in den kommenden drei Jahren (bis 2014) 5,4 Millionen Euro pro Jahr, um hier endlich einen entscheidenden Schritt voranzukommen."
05.03.2012 Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-WestfalenDas Landesprogramm besteht aus drei Bausteinen:
- der Stärkung der Gleichstellungsbeauftragten,
- der Nachwuchsförderung und
- der Genderforschung
Die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten wird durch einen Sockelbetrag von 3 Millionen Euro jährlich gefördert. Diese Mittel werden insbesondere für strukturelle Maßnahmen, zusätzliche Maßnahmen in Fächergruppen mit besonders deutlicher Unterrepräsentanz von Frauen, Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sowie für die Förderung von Mitarbeiterinnen in Technik und Verwaltung an die Hochschulen gegeben.
Als zweiter Baustein fließen 1,5 Millionen Euro jährlich in die Nachwuchsförderung an den Universitäten, den Fachhochschulen und den Kunst- und Musikhochschulen. "Mit den Geldern werden Wissenschaftlerinnen in der Post-doc-Phase, qualifizierte Frauen mit einem konkreten Interesse an einer Fachhochschullaufbahn oder auch Künstlerinnen unterstützt," erklärte die Ministerin.
Als dritter Baustein werden 900.000 Euro pro Jahr für die Genderforschung bereitgestellt. "Die Genderforschung hat uns gezeigt, dass Männer und Frauen unterschiedliche Lösungsansätze und -strategien finden. Wir wollen, dass das Potenzial der Geschlechterforschung im Hinblick auf die großen Herausforderungen genutzt wird", so Ministerin Schulze.
In das "Landesprogramm für geschlechtergerechte Hochschulen" sind Handlungsempfehlungen aus dem Gender Kongress 2011 eingeflossen. "`Manches ist getan, aber vieles bleibt noch zu tun´ lautete die Bilanz aus dem ersten nordrhein-westfälischen Gender-Report 2010 des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung", erklärte Ministerin Schulze abschließend. "Ich habe damals versprochen, diese Handlungsaufforderung ernst zu nehmen. Für die Wissenschaftspolitik des Landes haben wir mit dem Förderprogramm die Weichen für eine geschlechtergerechte Hochschule gestellt."
Keine Kommentare vorhanden