Neue Wissenschafts-Leuchttürme für Technologie-Standort Büsum
Der Technologie-Standort Büsum (Kreis Dithmarschen) wird bald um zwei wissenschaftliche Leuchttürme reicher sein: Schleswig-Holsteins Wissenschaftsminister Dietrich Austermann hat heute (23. Oktober) den ersten Spatenstich für eine auf Marine Aquakultur spezialisierte Forschungseinrichtung sowie das Gründer- und Technologiezentrum MariCube gesetzt. "Der Startschuss für das bundesweit bislang einmalige und insgesamt 4,7 Millionen Euro teure Pilotprojekt ist ein entscheidender Meilenstein für die blaue Biotechnologie in Schleswig-Holstein. Die beiden neuen Einrichtungen ergänzen hervorragend die Arbeit des Forschungs- und Technologiezentrums Westküste. Büsum ist die blaue Stadt am Meer", sagte Austermann.
23.10.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-HolsteinIm Kompetenz-Zentrum für marine Aquakultur soll nach den Worten des Ministers insbesondere die Entwicklung neuer Kreislauftechnologien für Meeresfische betrieben werden. Hervorgerufen durch die weltweit zurückgehenden Fangquoten bei Fischen auf der einen Seite und dem beständig steigenden Bedarf an Fischen, Muscheln und Schalentieren auf der anderen Seite, würden neue Systeme benötigt, die eine kontrollierbare und artgerechte Aufzucht ermöglichen. Das in dem rund 2500 Quadratmeter großen Neubau am Büsumer Hafen untergebrachte Zentrum ist eines der Leitprojekte der Landesinitiative Zukunft Meer. Die Fertigstellung ist für Ende 2008 geplant. Wie Austermann weiter sagte, stellt das Land für das Projekt insgesamt rund 3,7 Millionen Euro zur Verfügung. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und aus Landesmitteln.
Zielgruppe des ebenfalls neu entstehenden Gründerzentrums "MariCube" sind Unternehmen aus dem Bereich der marinen Biotechnologie und deren Umfeld, die noch eng mit der Wissenschaft zusammenarbeiten und auf die unmittelbare Nähe zur Forschungseinrichtung angewiesen sind.
Beteiligt an den Forschungsprojekten der Gesellschaft für Marine Aquakultur (GMA) sind auch die Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät der Universität Kiel, die Fachhochschule Flensburg und das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften Kiel. Außerdem werden weitere Experten aus dem gesamten Bundesgebiet in die Arbeit eingebunden. "Diese interdisziplinäre und überregionale Kooperation ist bundesweit, wenn nicht sogar europaweit, einmalig und bietet völlig neue Möglichkeiten der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der marinen Aquakultur. Nur so wird es möglich sein, die heutigen ökologischen, biologischen und technologischen Probleme im Bereich der marinen Aquakultur in den Griff zu bekommen," sagte Austermann.
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