Spitzenforschungsinstitut mit weltweitem Renommee wird ausgebaut

Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel hat heute dem Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik IBMT die Förderzusage des Landes für den Ausbau des Industriestandortes Sulzbach übergeben. Für das Projekt werden insgesamt aus Landes- und EU-Fördermitteln 12,3 Mio. Euro bereitgestellt. Das Gesamtvolumen des Vorhabens beläuft sich auf 18,3 Mio. Euro.

15.01.2009 Saarland Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes

"Das Saarland ist stolz auf seine Spitzenforschungsinstitute. Das IBMT hat sich am Standort Sulzbach mit seiner Kryo- und Biobanken-Technologie zum Einfrieren und Lagern von Zellen und Geweben weltweites Renommee erworben. Mit der Förderung von Land und EU kann der Standort weiterentwickelt und ausgebaut werden," sagte der Minister.

Lob gab es auch vom Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft Professor Hans-Jörg Bullinger: "Neue Technologiefelder frühzeitig zu erkennen und für die Region zu sichern, ist eine der Kernaufgaben der Fraunhofer-Gesellschaft. Dies ist in Sulzbach durch das Engagement des Saarlandes und des Fraunhofer IBMT in beispielhafter Weise gelungen."

In einem Rundgang demonstrierte das Fraunhofer IBMT an ausgewählten Beispielen seine Leistungsfähigkeit. Innerhalb von sieben Jahren hat allein der Institutsteil Sulzbach mehr als 30 Patente angemeldet, wovon 10 an Firmen lizenziert wurden.

"Erst die Nutzung eines Patents macht den Wert einer Erfindung aus", so der Kommentar des Ministers für Wirtschaft und Wissenschaft. Firmengründer wie Marco Climaco, der intelligente Substrate für die Kryobank mit neuen zertifizierten Verfahren in seiner St. Ingberter Firma (Perma-Cryo-Technologie GmbH) produziert oder die ASKION GmbH, die eine automatisierte Kryogerätegeneration vorstellte, stehen für den gelebten Technologietransfer von der Forschung in die industrielle Praxis.

Bis zum Jahre 2013 wird der neu erworbene Hallenteil in ein modernes, industrieorientiertes Forschungs-, Diagnostik- und Designzentrum für molekulare Labore umgebaut, das 50 hochqualifizierte Arbeitsplätze für Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker sowie Ansiedlungsmöglichkeiten für Diagnostikeinrichtungen und Firmen der Bioinformatik bietet.


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