Staatsministerin Stange: Sächsische Hochschulen können demografischen Trend bremsen

"Der Studienstandort Sachsen wird hervorragend angenommen, mit fast 21.000 Studienanfängern lagen wir im vergangenen Wintersemster deutlich über den Erwartungen. Unsere Hochschulen können junge Menschen nach Sachsen holen und damit dem demografischen Trend entgegenwirken. Der Fachkräftemangel könnte damit gebremst werden", unterstrich heute die Sächsische Wissenschaftsministerin, Dr. Eva-Maria Stange, in ihrer Rede im Sächsischen Landtag zum Thema "Hochschulen in der demografischen Entwicklung".

29.05.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Die Ministerin verwies darauf, dass Ministerium und Hochschulen an einer gemeinsamen Imagekampagne arbeiten, die im Sommer starten wird. Ein Aspekt dabei sei, offensiv auch in den westlichen Bundesländern um Studierende zu werben. "Mit unserer Imagekampagne werden wir zeigen, dass es sich lohnt, in Sachsen ein Studium anzupacken. Dafür gibt es gute Gründe - angefangen vom Studium ohne Gebühren über günstige Lebenshaltungskosten und natürlich interessante Studienangebote. Da der Studienort für die Entscheidung der Abiturienten wichtig ist, muss auf die gute Zusammenarbeit von Hochschulen und regionalen Marketingagenturen besonderes Augenmerk gelegt werden", so die Ministerin.

Dr. Eva-Maria Stange verwies auf den bundesweiten Hochschulpakt 2020, der Sachsen zum Erhalt von 19.940 Studienanfängerplätzen verpflichtet. Damit seien die finanziellen Voraussetzungen dafür geschaffen worden, um der wachsenden Zahl der Studierwilligen insbesondere aus dem Westen ein Studium zu ermöglichen. Sachsen erhält aus dem Hochschulpakt 2020 27,1 Millionen Euro, die u.a. in den Erhalt und Ausbau der Kapazitäten fließen. Der ursprünglich geplante Abbau von 300 Stellen an den Hochschulen wurde so verhindert.

Die ersten Zielvereinbarungen zur Umsetzung des Hochschulpaktes 2020 wurden mit den fünf Fachhochschulen unterzeichnet. Sie schreiben fest, dass insgesamt 255 zusätzliche Plätze für Studienanfänger (Gesamtzahl: 5358 Plätze für Studienanfänger), besonders in den stark nachgefragten Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, geschaffen werden. Neue Studiengänge werden zur Ausbildung von Erzieherinnen eingerichtet. Im Gegenzug erhält jede Fachhochschule jährlich 600.000 Euro aus den Mitteln des Hochschulpaktes.


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