Staatssekretär Birk bei Vollversammlung des Fachbereichstages Elektrotechnik und Informationstechnik in Esslingen

Anlässlich der Vollversammlung des Fachbereichstages Elektrotechnik und Informationstechnik an der Hochschule Esslingen hat Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Dietrich Birk den wachsenden Bedarf an hochqualifizierten Nachwuchskräften insbesondere im Ingenieurbereich als zentrale Herausforderung für Hochschulen und Wirtschaft bezeichnet. "Die baden-württembergischen Unternehmen benötigen dringend qualifizierte Fachkräfte, um auf dem globalen Markt bestehen zu können", sagte Birk am 19. Oktober in Esslingen.

19.10.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Nach Berechnungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft fehlen in Deutschland derzeit 48.000 Ingenieure. In Baden-Württemberg ist das Defizit mit rund 12.000 Ingenieuren am höchsten", so der Staatssekretär. Am stärksten seien der Maschinenbau und die Elektroindustrie betroffen. Dem gegenüber sei eine Steigerung der studentischen Nachfrage um 20 bis 30 Prozent zu erwarten. "In 2012, dem Jahr der Spitzenbelastung, wird sich in Baden-Württemberg durch die Verkürzung der Gymnasialzeit von acht auf neun Jahre die Zahl der Studienberechtigten mit Hochschul- und Fachhochschulreife erhöhen. Bezogen auf das Jahr 2005 gehen wir von einem Anstieg um 62 Prozent aus."

Das von der Landesregierung erarbeitete Ausbauprogramm Hochschule 2012 sei, so der Staatssekretär, ein geeignetes Instrument, um der Nachfrage nach Fachkräften zu begegnen. "Die Erweiterung des Ausbildungsangebots in zukunftsträchtigen Fächern wurde im Dialog mit der regionalen Wirtschaft und den Hochschulen erarbeitet. Bis zum Jahr 2012 werden damit insgesamt 16.000 zusätzliche Studienanfängerplätze an den Hochschulen des Landes geschaffen, 3.500 entstehen bereits im laufenden Studienjahr 2007/08."

"Beim Ausbau spielen die Fachhochschulen eine wichtige Rolle. Mehr als ein Drittel der Anfängerplätze entfällt auf die dortigen Ingenieurwissenschaften", betonte Birk. Dies unterstreiche die Fähigkeit der Fachhochschulen, auf neue Entwicklungen rasch und zielgerichtet zu reagieren. Dies zeige sich auch daran, dass die Fachhochschulen im Land die Umstellung der Diplomabschlüsse auf Bachelor und Master bereits nahezu abgeschlossen hätten. "Bachelorstudiengänge ermöglichen den Studierenden schneller als zuvor den Einstieg in das Erwerbsleben", so Birk. Über alle Hochschularten hinweg machten Bachelor- und Masterstudiengänge derzeit rund 45 Prozent des baden-württembergischen Studienangebots aus.

Der Staatssekretär bezeichnete die Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung als wichtige Komponenten eines wettbewerblichen Hochschulsystems. Der Aufbau entsprechender interner und externer Mechanismen werde vom Land unterstützt. "Für das gute Abschneiden der Hochschulen im internationalen Wettbewerb ist Qualität in Forschung und Lehre entscheidend", so Birk.

Der Fachbereichstag Elektrotechnik und Informationstechnik wurde 1973 als freiwilliger Zusammenschluss von Fachbereichen und Studiengängen mit elektro- und informationstechnischer Ausrichtung an Fachhochschulen in Deutschland gegründet. Die diesjährige Hauptversammlung findet am 18./19. Oktober an der Hochschule Esslingen statt.

Informationen: www.hs-esslingen.de


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