Startsignal für Sanierung des Hochhauses der Hochschule Darmstadt
Die Sanierung des Hochhauses der Hochschule Darmstadt mit Gesamtkosten von etwa 40 Millionen Euro im Rahmen des Hochschulbauprogramms HEUREKA kann im nächsten Jahr beginnen. Das ist ein Ergebnis der konstituierenden Sitzung der Arbeitsgruppe HEUREKA-Süd heute im Wissenschaftsministerium in Wiesbaden.
26.10.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und KunstTeilnehmer waren Finanzminister Karlheinz Weimar, der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz, und, neben anderen, die Präsidentin der Hochschule Darmstadt, Prof. Dr. Maria Overbeck-Larisch, der Präsident der Technischen Universität Darmstadt, Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel, die Fachhochschulpräsidenten Prof. Dr. Wolf Rieck (Frankfurt) und Prof. Dr. Clemens Klockner (Wiesbaden) sowie der Präsident der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, Thomas Rietschel, der Präsident der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, Prof. Bernd Kracke, sowie der Direktor der Forschungsanstalt Geisenheim, Prof. Dr. Klaus Schaller. Außerdem waren Vertreter der Städte Frankfurt am Main, Wiesbaden, Darmstadt, Offenbach am Main, Rüsselsheim, Geisenheim und Dieburg anwesend. Aufgrund der städtebaulichen Bedeutung der Projekte legt das Land besonderen Wert auf eine enge Abstimmung mit den jeweiligen Kommunen.
"Das ist der vielversprechende Startschuss für eine erfolgreiche Zukunft der südhessischen Hochschulen" sagten Finanzminister Weimar und Staatssekretär Prof. Dr. Lorz nach der Sitzung. "Mit dem HEUREKA-Programm investiert das Land Hessen in den nächsten Jahren allein in Südhessen ohne die Universität und das Universitätsklinikum Frankfurt am Main mehr als eine halbe Milliarde Euro in die Hochschulinfrastruktur" erläuterten Weimar und Lorz: "Die südhessischen Hochschulstandorte erhalten damit exzellente Voraussetzungen, um den Wettbewerb um Studierende, Wissenschaftler und Drittmittel für Forschung und Lehre in Zukunft erfolgreich meistern zu können."
Die HEUREKA-Arbeitsgruppe Süd unter Leitung beider Minister übernimmt die inhaltliche, organisatorische und finanzielle Steuerung der Projekte an den südhessischen Hochschulstandorten Darmstadt, Dieburg, Frankfurt am Main (ohne Universität und Universitätsklinikum), Geisenheim, Offenbach am Main, Rüsselsheim und Wiesbaden. Sie wird künftig mehrfach im Jahr zusammenkommen. Im Rahmen des Hochschulbauprogramms HEUREKA investiert das Land bis 2020 drei Milliarden Euro in die bauliche Entwicklung seiner Universitäten, Fach- und Kunsthochschulen sowie der Forschungsanstalt Geisenheim. Ein solches Gesamtprogramm für die bauliche Entwicklung aller Hochschulen eines Bundeslandes ist bisher einmalig in Deutschland.
An den einzelnen südhessischen Hochschulstandorten sind folgende Projekte geplant:
Technische Universität Darmstadt
Als Besonderheit hat die TU Darmstadt nach dem TUD-Gesetz die Möglichkeit, das Baubudget selbständig zu verwalten und Bauvorhaben völlig eigenständig ohne Beteiligung der staatlichen Hochbauverwaltung durchzuführen. Schwerpunkte sind der Ausbau zentraler Service-Einrichtungen am Standort Stadtmitte (Studien-Informationszentrum, Universitäts- und Landesbibliothek) sowie die Sanierung des Residenzschlosses und die Stärkung des Campus Lichtwiese mit einem Forschungsbau für ein Exzellenzcluster und einem Hörsaal- und Bibliothekszentrum. Die Sanierung Chemie-Quartiers Lichtwiese beginnt im ersten Quartal 2008.
Hochschule Darmstadt
Am Standort Darmstadt ist die Konzentration der Hochschule um das Hochhaus geplant. Dazu sind noch Voruntersuchungen erforderlich, insbesondere zu den städtebaulichen Rahmenbedingungen in Abstimmung mit der Stadt. Dies betrifft auch den möglichen Erwerb von benachbarten Grundstücken. Die Sanierung des Hochhauses mit einem Investitionsvolumen von 40 Millionen Euro wird aufgrund der Entscheidung des Finanzministers in der Arbeitsgruppe HEUREKA Süd nächstes Jahr beginnen. Die bauliche Entwicklung des Fachbereichs Gestaltung wird im Einklang mit den Entwicklungszielen der Stadt bezüglich der Mathildenhöhe erfolgen.
Bezüglich des Standorts Dieburg laufen die Verhandlungen über die Konditionen für die Verlängerung des Erbbaurechtsvertrags über das Jahr 2013 hinaus. Es ist erforderlich, die Hochschulgebäude in Dieburg hinsichtlich Dach, Fassade und Haustechnik instand zu setzen. Die Einrichtung eines Gründerzentrums Filmproduktionstechnik wird geprüft.
Fachhochschule Frankfurt am Main
Der Neubau Campusbebauung I wurde 2006 in Betrieb genommen. Eine Machbarkeitsstudie soll klären, ob die bestehenden Gebäude sanierungsfähig sind oder ein Neubau "Campusbebauung II" geplant wird. Als bauliche Vision ist der Neubau eines gemeinsamen multidisziplinären Forschungszentrums (Ingenieur-/ Sozialwissenschaften) mit der Fachhochschule Wiesbaden angedacht.
Fachhochschule Wiesbaden
Am Standort Kurt-Schumacher-Ring in Wiesbaden besteht mittelfristig Instandsetzungsbedarf hinsichtlich Dach, Fassade, Brandschutz, Betriebstechnik und Parkdeck. An der Straße Unter den Eichen in Wiesbaden ist als Ersatz für das zurzeit gemietete Gebäude für Medieninformatik/Medienwirtschaft in etwa zehn Jahren ein Neubau geplant.
Die Gebäude A und B am Standort Rüsselsheim werden gegenwärtig saniert. Nach Abschluss dieses Projekts ist in etwa fünf Jahren ein Ersatzbau für das Gebäude E geplant.
Als bauliche Vision ist der Neubau eines gemeinsamen multidisziplinären Forschungszentrums (Ingenieur-/ Sozialwissenschaften) mit der Fachhochschule Frankfurt am Main angedacht.
Forschungsanstalt Geisenheim und Fachbereich Geisenheim der Fachhochschule Wiesbaden: Der Neubau eines zentralen Instituts- und Laborgebäudes mit einer Investitionssumme von rund 16 Millionen Euro wird im nächsten Jahr fertig gestellt. Die stark sanierungsbedürftigen Einzellagen mit unzureichender und unübersichtlicher Unterbringung sollen durch ein bauliches Gesamtkonzept arrondiert werden. Dazu wird eine Grundlagenermittlung als Basis für eine Machbarkeitsstudie durchgeführt.
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
Eine Untersuchung der Flächenausstattung hat einen Mehrbedarf ergeben. Eine Machbarkeitsstudie soll klären, ob eine Erweiterung und Sanierung am Standort möglich oder ein Neubau an einem Alternativstandort erforderlich ist.
Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main
Im Rahmen einer Untersuchung ist ein zusätzlicher Flächenbedarf festgestellt worden. Die bestehenden Gebäude sind sanierungsbedürftig. Es soll geprüft werden, ob Erweiterungspotenziale am bestehenden Standort genutzt werden können oder eine Verlagerung der gesamten Hochschule in Betracht zu ziehen ist.
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