Wohnheimbau

"Studentenwerke kämpfen gegen Wohnungsnot"

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) würdigt am Beispiel der fünf hessischen Studentenwerke das Engagement der Studentenwerke, um die Studierenden zum Beginn des Wintersemesters 2012/2013 mit preisgünstigem Wohnraum zu versorgen. Gleichzeitig wiederholt der Verband seine Forderung nach einem Bund-Länder-Programm für den Studentenwohnheim-Bau.

21.09.2012 Pressemeldung Deutsches Studierendenwerk

DSW-Vizepräsidentin Prof. Dr. Andrea Klug von der Hochschule Amberg-Weiden spricht heute bei der Eröffnung der Studierenden-Wohnanlage Berliner Allee 6 des Studentenwerks Darmstadt. Sie fordert eine stärkere staatliche Unterstützung der Studentenwerke. Klug: "Wir benötigen bundesweit mindestens 25.000 zusätzliche, preisgünstige Wohnheimplätze über ein Bund-Länder-Programm wie in den 1990er Jahren."

Alle fünf hessischen Studentenwerke planen oder bauen derzeit. Landesweit entstehen rund 1.200 zusätzliche Wohnheimplätze für Studierende. Alleine in Darmstadt sind neben dem Neubau an der Berliner Allee 6 weitere Gebäude mit rund 300 Wohneinheiten im Bau. Für das Land Hessen veranschlagt DSW-Vizepräsidentin Klug den Bedarf allerdings auf 4.000 zusätzliche Plätze.

"Dank der Unterstützung des Landes durch kostenfreie Erbbaugrundstücke und günstige Kreditkonditionen konnten und können die hessischen Studentenwerke die Situation zwar verbessern, dennoch reichen ihre Angebote bei Weitem noch nicht aus, um die hohe Nachfrage nach Wohnraum befriedigen zu können", erklärt Klug.

Sie appelliert auch im Namen der hessischen Studentenwerke an die Landesregierung, sich für flankierende Investitionen in die soziale Infrastruktur im Rahmen des Hochschulpakts II einzusetzen. Hessen müsse mit Landesmitteln den Ausbau der Wohnheimkapazitäten gezielt fördern und Zuschüsse zum Bau und Erwerb neuer Wohnheime zur Verfügung zu stellen, fordert die DSW-Vizepräsidentin.

"Ein über mehrere Jahre getragenes Studenten-Wohnraumförderprogramm, wie es in Bayern bereits erfolgreich etabliert ist und bei dem jeder Wohnheimplatz mit rund 26.000 Euro gefördert wird, wäre die richtige Maßnahme, um den hessischen Studentenwerken die Schaffung neuen preisgünstigen Wohnraums für Studierende zu ermöglichen", so Klug. So könnte dauerhaft ein ausreichendes Angebot an preisgünstigem Wohnraum geschaffen werden, das es gerade den Studierenden mit kleinem Geldbeutel erlaubt, sorgenfrei zu studieren.

Die DSW-Vizepräsidentin würdigt in Darmstadt die Anstrengungen der hessischen Studentenwerke. "Die Studentenwerke in Hessen kämpfen gegen die Wohnungsnot von Studierenden. Sie tun alles in ihrer Macht Stehende, um preisgünstigen Wohnraum für Studierende zu schaffen."

Hochschule, Stadt, Studentenwerk

Neben den eigentlichen Baumaßnahmen lobt Andrea Klug die Kampagnen der Studentenwerke, um Wohnraum für Studierende bei privaten Vermietern zu gewinnen. Als Beispiele für solche Kampagnen, die oft gemeinsam mit der Stadt und den Hochschulen aufgelegt werden, nennt sie das Netzwerk Wohnen beim Studentenwerk Gießen sowie die Aktionen "Fairmieter" und "Wohnen für Hilfe" des Studentenwerks Marburg. Das Studentenwerk Kassel ist aktiv mit den Initiativen "Wohnst du schon oder suchst du noch", "Willkommen" und "Be Welcome", das Studentenwerk Frankfurt am Main betreibt die Kampagne "Wohnraum gesucht".


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