Dissertation Steinmeier

Uni Gießen geht Plagiatsvorwürfen nach

(red/idw) Die Justus-Liebig-Universität Gießen hat jetzt ankündigt, den Plagiatsvorwürfen gegen die Dissertation von Dr. Frank-Walter Steinmeier nachzugehen.

30.09.2013 Artikel

"Dr. Frank-Walter Steinmeier ist ein verdienter und hochangesehener Alumnus der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er hat daher in besonderer Weise Anspruch darauf,dass die vorliegenden Vorwürfe vollständig und zweifelsfrei nach wissenschaftlichen Kriterien einer Klärung zugeführt werden", heißt es dazu in einer Pressemittelung der Hochschule.

Am Wochenende hatte die Universität bestätigt, dass bei ihr ein Schreiben eingegangen ist, in dem die Überprüfung der Dissertation von Dr. Frank-Walter Steinmeier angeregt wird. Es handele sich um eine am Freitag, den 27. September 2013, eingegangene Computer-generierte E-Mail mit einer Anlage, die einen sogenannten "Prüfbericht" per Computeranalyse enthalte und darüber informiere, dass in der Dissertation von Dr. Frank-Walter Steinmeier "Plagiatsindizien" gefunden worden seien. Die E-Mail nenne als Absender Prof. Dr. Uwe Kamenz, Prof. Net Institut für Internet Marketing, Münster.

Heute hat die Universität beschlossen, im Rahmen ihrer bewährten standardisierten Verfahren zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis den in der Computeranalyse enthaltenen Daten und Werten nachzugehen. Das Verfahren zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis besteht darin, dass die Ombudsperson der JLU eine Vorprüfung vornimmt. Zudem wird im Anschluss die Kommission zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis mit dem Abschluss des Verfahrens betraut. Für den Fall, dass ein Promotionsverfahren betroffen ist, wird der jeweilige Promotionsausschuss einbezogen.


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