Wissenschaftsrat lobt Akademienprogramm

Das von den deutschen Wissenschaftsakademien gemeinsam getragene Forschungsprogramm sei umfassend weiterentwickelt und mit einer zukunftweisenden Perspektive verbunden worden. So lautet das Ergebnis der zweiten Evaluierung des Akademienprogramms durch den Wissenschaftsrat in seiner am 28. Mai 2009 verabschiedeten Stellungnahme. Es könne ein "sehr positives Resümee" gezogen werden, sagte der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Strohschneider.

03.06.2009 Pressemeldung Wissenschaftsrat

Der Wissenschaftsrat würdigt die Anstrengungen, die die Union der deutschen Akademien und die einzelnen Akademien für das Akademienprogramm in den vergangenen Jahren unternommen haben: Die vorgenommenen Veränderungen in Strukturen und Verfahren des Akademienprogramms hätten "sehr positive Effekte" für die wissenschaftliche Arbeit, insbesondere für die Anbindung an die aktuelle geisteswissenschaftliche Forschung und für deren Qualitätssicherung. Gelobt wird ebenfalls die Optimierung der Evaluierungen, die Öffnung für Anträge von Neuprojekten für Nicht-Akademiemitglieder und die verstärkte Zusammenarbeit mit den Universitäten. Gewürdigt wird auch die Arbeit der Wissenschaftlichen Kommission der Akademienunion.

Der Wissenschaftsrat empfiehlt den Zuwendungsgebern, dieser positiven Entwicklung des Programms durch eine langfristig verlässliche Mittelzuweisung Rechnung zu tragen. Dabei geht er davon aus, dass sie eine an den Pakt für Forschung und Innovation angelehnte Steigerung der jährlichen Zuwendungen vorsehen.

Die Akademienunion setzt sich intensiv für die Digitalisierung und langfristige Zugänglichkeit der erschlossenen Wissensbestände ein. Die Empfehlung des Wissenschaftsrates, ein Gesamtkonzept zur Digitalisierung der produzierten Ergebnisse zu erarbeiten, greift die Akademienunion daher gern auf. Dasselbe gilt für die Empfehlung des Wissenschaftsrates, die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Vorhaben des Akademienprogramms stärker für Tätigkeiten außerhalb dieses Programms weiterzuqualifizieren und hier ebenfalls ein Konzept zu erarbeiten.

"Wir freuen uns über die positive Begutachtung durch den Wissenschaftsrat, die die Leistungen der Akademien und der Akademienunion anerkennt", kommentierte Professor Günter Stock, der Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. "Wir danken dem Wissenschaftsrat für seine Vorschläge bei der wichtigen Frage der Weiterqualifizierung junger Wissenschaftler und für die Anmerkungen zur verstärkten Digitalisierung der Vorhaben. Die Empfehlungen sind eine große Ermutigung für die zukünftige Arbeit der Akademien."

Ihre Ansprechpartner

Frau Prof. Dr. Elke Lütjen-Drecoll
Vizepräsidentin der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Tel.: 09131/ 8522865, E-Mail:

Herr Prof. Dr. Volker Gerhardt
Vorsitzender der Wisssenschaftlichen Kommission der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Tel.: 030 / 2093-2831, E-Mail:

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien, die sich zur Umsetzung gemeinsamer Interessen zusammengeschlossen haben. Unter dem Dach der Union sind mehr als 1600 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedenster Fachrichtungen vereint, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören. Die Union koordiniert das "Akademienprogramm", das eines der größten und bedeutendsten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik Deutschland darstellt. Sie fördert die Kommunikation zwischen den Akademien, betreibt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und organisiert Veranstaltungen über aktuelle Probleme der Wissenschaft. Die Akademienunion kommuniziert mit Wissenschaftsorganisationen des In- und Auslandes und entsendet Vertreter in nationale und internationale Wissenschaftsorganisationen.

Ansprechpartner

Wissenschaftsrat

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden