Zahl der Ersteinschreibungen geht zum vierten Mal in Folge leicht zurück

Im Wintersemester 2007/08 sind nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes rund 240 000 Personen an einer der 70 Hochschulen des Landes eingeschrieben. Bestätigen sich die von den Hochschulen vorab gemeldeten Zahlen, stellt dies einen Rückgang von 1,4 Prozent gegenüber dem letzten Wintersemester dar. Damit setzte sich der seit dem Wintersemester 1998/1999 bestehende Aufwärtstrend bei den insgesamt eingeschriebenen Studierenden nicht mehr weiter fort.

22.11.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Im Gegensatz zu den Hochschulen nahm die Zahl der Studierenden an den acht Berufsakademien des Landes, die demnächst den Status einer Hochschule bekommen sollen, um 8,4 Prozent auf knapp 21 000 Personen zu. Damit wurde der bisherige Höchstwert aus dem Studienjahr 2003 deutlich übertroffen.

Von dem allgemein abnehmenden Trend der Zahl der Hochschulstudenten waren nicht alle Hochschularten im gleichen Maß betroffen. Den höchsten Rückgang mussten die Pädagogischen Hochschulen mit -4 Prozent verkraften. Dort nahm die Zahl der Studierenden auf 20 780 Personen ab. Auch an den Universitäten sind mit 138 500 Studierenden im laufenden Semester 2 Prozent weniger Personen immatrikuliert als im Vorjahr. Rund 70 800 Personen sind an den Fachhochschulen eingeschrieben, das waren fast genau so viele wie im Wintersemester 2006/07. An den Verwaltungsfachhochschulen dagegen studieren mit 4 900 Personen 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Plus von 5 Prozent konnten auch die Kunsthochschulen verzeichnen, dort sind 4 400 Studierende immatrikuliert.

Die Anzahl der Frauen an den Hochschulen verringerte sich gegenüber dem Wintersemester 2006/07 zwar um 1 Prozent auf rund 112 900, der Anteil der Frauen an der Gesamtzahl der Studierenden blieb allerdings mit 47 Prozent nahezu unverändert. Auch die Zahl der erstmals an einer Hochschule eingeschriebenen Studenten nahm leicht um 1 Prozent auf 38 700 Personen ab. Damit hat sich der seit drei Jahren anhaltende abnehmende Trend bei den Ersteinschreibern in abgeschwächter Form fortgesetzt. Von der allgemeinen Abnahme waren hauptsächlich die Kunsthochschulen mit einem Minus von 9 Prozent betroffen. Bei den Universitäten war ebenfalls ein Rückgang von 6 Prozent zu verzeichnen. Etwas niedriger fiel das Minus bei den Ersteinschreibern für die Pädagogischen Hochschulen mit 1 Prozent aus. Dagegen wurde bei den Fachhochschulen (+ 7 Prozent) und bei den Verwaltungsfachhochschulen (+16 Prozent) ein Plus registriert. Auch die Zahl der Studienanfänger an einer der acht Berufsakademien stieg mit fast 15 Prozent kräftig auf knapp 8 000 Personen an.


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