Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Rostock (ZLB) offiziell eröffnet

"Wir brauchen die Besten für die Jüngsten", so der Kultusminister und diesjähriger KMK-Präsident Henry Tesch anlässlich der heutigen feierlichen Eröffnung des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) an der Universität Rostock. "Diese Einrichtung steht für die dringend benötigte Innovation der Lehrerbildung, die den hohen Ansprüchen an den Lehrerberuf gerecht werden muss. Dazu gehört neben einer besseren Berufsorientierung und einem stärkeren Praxisbezug auch die Einbeziehung der frühkindlichen Bildung", so Tesch weiter.

22.01.2009 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern

Der amtierende Rektor der Universität Rostock, Prof. Wolfgang Schareck, sagte: "Aufgabe des ZLB ist es, die Qualität des Lehrer/-innenstudiums zu verbessern und die Bildungsforschung zu stärken. Angesichts der strategischen Bedeutung von Bildung und Wissenschaft zeugt dieses Vorhaben von Weitsicht und Professionalität."

Geleitet wird das ZLB von Prof. Thomas Häcker. Er setzt auf eine stärkere Kommunikation, Vernetzung und Abstimmung aller an der Lehrerbildung beteiligten Fakultäten und Fachbereiche. "Wie in der Medizin gilt der Grundsatz: "keine Therapie ohne Diagnose". Deshalb genießt neben der Qualitätssicherung des Lehrer/-innenstudiums auch die Bildungsforschung so einen hohen Stellenwert."

Am ZLB wirken neben der Universität Rostock auch die Universität Greifswald, die Hochschule für Theater und Musik Rostock sowie die Hochschule Neubrandenburg mit ihrem Studiengang Early Education strukturell mit.

Darüber hinaus sind bereits direkte Verbindungen zu den Landesseminaren für den Vorbereitungsdienst für das Lehramt sowie zum Lehrerprüfungsamt Mecklenburg-Vorpommern geknüpft worden.

Das Zentrum widmet sich zwei Arbeitsbereichen:

  • Studium und Lehre
  • Schul- und Bildungsforschung.

Im Bereich der Lehrerbildung bestehen die Aufgaben in der

  • Koordinierung und Optimierung des Lehramtsstudiums,
  • Verzahnung der Ausbildungsphasen (Studium, Vorbereitungsdienst, Berufseinsteig),
  • Beratung der Akteure der Lehrer/‑innenausbildung
  • Bereitstellung von Fortbildungsangeboten

Im Bereich der Bildungsforschung ist es u. a. das Ziel,

  • Forschungsaktivitäten anzuregen, zu akquirieren, durchzuführen, zu koordinieren und zu fördern,
  • den wissenschaftlichen Austausch zu institutionalisieren und
  • die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu koordinieren.

Bildungsforschungsschwerpunkte sind dabei u. a.

  • die unterrichts- und fachdidaktische Forschung,
  • die Bildungs- und Sozialisationsforschung,
  • die Kindheits- und Jugendforschung,
  • die Schul- und Schulentwicklungsforschung.

Die Neuorientierung in der Lehrerbildung soll im zukünftigen Lehrerbildungsgesetz verankert werden. Auch die genauen Kompetenzen des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung bei der notwendigen Kooperation der genannten Ausbildungsphasen werden im Gesetz einer Regelung zugeführt.

Minister Tesch: "Unser Land braucht eine Modernisierung der Lehrerausbildung, es braucht ebenso die wissenschaftliche Begleitung von Schul- und Unterrichtsentwicklung. Mit dem Bereich der Bildungsforschung kann das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung einen substanziellen Beitrag zur Verbesserung der Qualität von Schule und Unterricht leisten."

Der Minister bedankte sich außerdem für die gelungene musikalische Umrahmung bei der Eröffnungsveranstaltung durch Studenten der Abteilung Schulmusik der Hochschule für Musik und Theater Rostock.


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