Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen eindämmen - Jugendschutz muss ernst genommen worden

"Starke Jugendliche sind weniger für Alkohol und Drogen empfänglich. Deshalb müssen alle Möglichkeiten genutzt werden, die die Präventionsarbeit bietet. Dreh- und Angelpunkt ist die Stärkung der Persönlichkeit junger Menschen. Auch Gewerbetreibende dürfen den Jugendschutz nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie müssen Verantwortung übernehmen und die gesetzlichen Vorgaben im Interesse junger Menschen einhalten", betonten heute Bayerns Familienstaatssekretärin Melanie Huml und Kultusstaatssekretär Bernd Sibler in München. "2005 sind 3.245 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung in bayerischen Krankenhäusern behandelt worden. Seit 2001 ist dies eine Steigerung um über 60 Prozent", erläuterte Huml und bezeichnete diese Zunahme als "dramatisch".

24.10.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Wir können nicht zusehen, dass Jugendliche durch Flatrate-Parties und ähnliche Aktionen, die den Alkoholkonsum förmlich anheizen, alkoholabhängig werden und ihre eigene Gesundheit gefährden. Ebenso nehmen unter Alkoholeinfluss Delikte zu", so die beiden Landespolitiker, die sich bereits im Rahmen der Enquete-Kommission "Jungsein in Bayern" mit der Problematik befasst hatten.

Für die Schulen möchte Kultusstaatsekretär Sibler die Präventionsprogramme gegen Alkohol-, Nikotin- und Drogenkonsum wie Lions Quest, ALF (Allgemeine Lebenskompetenzen und Fertigkeiten), "Be smart, donŽt start" und Klasse 2000 forcieren, die die Persönlichkeit der Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt stellen. "Ich möchte hier die positiven Ansätze nutzen und ausbauen", so Staatssekretär Bernd Sibler.

"Die Präventionsarbeit stärken wir auch durch Fortbildungen, Kampagnen und Publikationen seitens der Aktion Jugendschutz, die mit ihren Angeboten vorwiegend Multiplikatoren in der Kinder- und Jugendhilfe erreicht", ergänzte Huml und führte fort: "Verstöße gegen den Jugendschutz dürfen nicht aus der Portokasse bezahlt werden. Bayern hat deshalb den Bußgeldrahmen deutlich erhöht." Wer Spirituosen an unter 14-Jährige abgibt, müsse beispielsweise mit einem Bußgeld von 4.000 Euro rechnen, bei der Abgabe an Jugendliche seien noch 2.000 Euro fällig.


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