"Bayern fördert Schüler am besten - Gymnasium bildet ganzheitlich"

"Wir sind das Land, das seine Schüler an allen Schularten und allen Schulen am besten fördert, wir werden es auch künftig sein." Diese klare Position zugunsten des gegliederten Schulwesens im Freistaat und seine Zielsetzung für die Zukunft vertrat heute Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider bei einer Bildungskonferenz an einem Gymnasium in Nürnberg. Das Motto für die Veranstaltung in Nürnberg lautete "fordern und fördern" und knüpfte an der Zielsetzung des Ministers an, "alle Kinder mit allen Talenten zu fördern".

27.06.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die besten zu sein, sei für die Schüler künftig notwendiger denn je. Sie müssten national, aber auch international mithalten können, wies Minister Schneider auf die enge Verflechtung einer guten Ausbildung mit den sich wandelnden Anforderungen von Gesellschaft und Wirtschaft hin. Deshalb investiere Bayern kraftvoll in Bildung, allein im kommenden Schuljahr stelle der Freistaat 2245 zusätzliche Lehrerstellen zur Verfügung, davon mehr als 900 für Gymnasien.

Gymnasien sollen ganzheitlich bilden

Minister Schneider unterstrich: Es geht nicht darum, dass Schüler sich an Schulen und auch speziell am Gymnasium nur Wissen und Können aneignen. Werte zu vermitteln und musisch-kreative Fähigkeiten zu entwickeln, auch das gehöre zum ganzheitlichen Bildungsauftrag der Schulen - auch des Gymnasiums. Kernaufgabe des Gymnasiums sei es, Grundwissen und Methodenkompetenz auf einem qualitativ hohen Niveau zu vermitteln, unterstrich Minister Schneider.

Die Intensivierungsstunden und die neue Oberstufe mit den beiden "Seminaren" seien bundesweit beachtete Markenzeichen des neuen bayerischen Gymnasiums, so Kultusminister Schneider. Die Intensivierungsstunden ermöglichen es, die Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern. Sie hätten dazu beigetragen, dass die Anzahl der Wiederholer am Gymnasium deutlich gesunken sein. Mit Hilfe der beiden Seminare würden die Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe optimal auf die Anforderung von Studium und Arbeitswelt vorbereitet. Auch das neue Abitur bereite die Schüler sehr gut auf Studium und Beruf vor. Verpflichtend seien Prüfungen in Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache, die beiden anderen Fächer könnten die Schüler frei wählen.

"Rahmenvereinbarung" mit Eltern, Philologen und Direktoren sichert, dass in Schulen in Ruhe Bildungsarbeit geleistet wird

"Ich bin sehr froh, dass wir auf meine Initiative hin im April eine Rahmenvereinbarung mit der Landes-Eltern-Vereinigung, dem Philologenverband und der Direktorenvereinigung für das bayerische Gymnasium getroffen haben. Ich möchte, dass dieser Rahmen das notwendige Maß an Ruhe an den Schulen für Schüler und Lehrkräfte sicher stellt", so der Kultusminister. Er hatte als Grundlage für diese Vereinbarung ein Gesamtpaket geschnürt. Dazu wurde bzw. wird der Lehrplan bis zum Schuljahr 2008/2009 gekürzt, die Anzahl der verpflichtenden Stunden geringfügig reduziert und organisatorische Maßnahmen umgesetzt. Am kommenden Montag, 30. Juni, findet eine Bildungskonferenz mit Kultusminister Schneider in Rosenheim. Sie beschließt eine Reihe von insgesamt acht vergleichbaren Veranstaltungen an allen Schularten und in allen Regierungsbezirken, mit denen Minister Schneider und Staatssekretär Bernd Sibler den Dialog mit Schülern, Eltern, Lehrkräften und interessierten Bürgern geführt haben. Die Bildungskonferenzen stehen unter dem Motto "Bildungsland Bayern. Wir sind gut und werden noch besser."


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