#excitingedu Kongress 2026: Klare Wege zur Schule der Zukunft

Am 7./8. Oktober wurde das Zeiss-Großplanetarium erneut zum Innovations-Hub für die Schule von morgen. Beim 11. #excitingedu Kongress standen Fragen zu Bildung und Verantwortung in KI-Zeiten und die Stimmen von Schüler:innen im Mittelpunkt.

12.10.2026 Bundesweit Pressemeldung Klett MEX GmbH
  • © Laurenz Bostedt für Klett MEX Knapp 700 Bildungsmacher:innen kamen zum #excitingedu Kongress 2026.

Wie sieht zeitgemäße Bildung in einer von Künstlicher Intelligenz, Social Media und gesellschaftlichem Wandel geprägten Welt aus? Über diese Fragen diskutierten knapp 700 Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulträger und Bildungsverantwortliche aus ganz Deutschland am 07. und 08. Oktober beim diesjährigen #excitingedu Kongress im Berliner Zeiss-Großplanetarium. Bereits vor dem offiziellen Kongressstart bildeten zwei exklusive Pre-Events den fachlichen Auftakt. Im #excitingedu Special traten Vertreter:innen aus Bildungsverwaltung, Schulaufsicht und Schulträgerschaft in einen intensiven Systemdialog zur nachhaltigen Schulentwicklung ein – gerahmt von einem Impuls von Prof. Dr. Anne Sliwka. Zeitgleich nutzten Lehrkräfte im Teachers' Corner den Raum, um in kollaborativen Arbeitsgruppen konkrete Praxisfragen zu erarbeiten und diese direkt an die Bildungsverwaltung zu adressieren.

Am Spätnachmittag öffnete das Zeiss-Großplanetarium seine Türen für den Hauptkongress. Eingeleitet von einer humorvollen „Zeitreise ins Jahr 2037“ begrüßten die beiden Co-Veranstalter Dr. Benny Pock (Geschäftsführer Klett MEX) und Tim Florian Horn (Direktor Stiftung Planetarium Berlin) das Publikum und unterstrichen die lösungsorientierte Haltung des Events. „Es hat sich bei #excitingedu bewährt, die guten Beispiele rauszuholen und darüber zu diskutieren, was funktioniert. Das Motto lautet: Anpacken, denn es lohnt sich!“, betonte Dr. Benny Pock mit Blick auf die Chancen von KI zur Entlastung von Lehrkräften. Tim Florian Horn ergänzte den Blick aufs Ganze mit Bezug auf die eindrucksvolle Projektion der Erdkugel an der Planetariumskuppel: „Wenn wir hier gemeinsam Richtung Erde gucken, ist das Einzige, was wir nicht sehen, Grenzen. Diese Perspektive wünsche ich uns: zu verstehen, wie einmalig unsere Gesellschaft ist und wie wir gemeinsam Verantwortung für eine demokratische Zukunft tragen.“

Schule am Kipppunkt und die Kernfrage nach der Verantwortung

Anschließend hielt die Publizistin und Bestseller-Autorin Silke Müller eine aufrüttelnde Keynote unter dem Titel „Schule am Kipppunkt: Was Kinder heute brauchen – und was wir jetzt verändern müssen“. Darin forderte sie mutige Systemveränderungen statt punktueller Notlösungen: „Wir arbeiten in einem System, in dem sich Lehrkräfte aufopfern, aber die Strukturen passen oft nicht mehr zu dem, was Kinder heute brauchen. Wir müssen aufhören, Schule nur in Fächern und Absprachen zu denken – wir brauchen ein echtes, verlässliches Bildungsversprechen an die nächste Generation“, betonte Müller. Als konkreten Lösungsweg plädierte sie für einen überparteilichen Staatsvertrag für Bildung, der das Schulsystem aus der Logik von Politik-Legislaturen herauslöst, bundesweit verbindliche Standards festlegt und verlässliche Ressourcen für jedes Kind garantiert.  

© Laurenz Bostedt für Klett MEX Lore Friedrich, Mazen Kabawa, Kristin van der Meer, Dr. Benny Pock und Dr. Torsten Kühne (v. l. n. r.) diskutierten über Verantwortung und Mitbestimmung im Bildungssystem.

Wie diese Veränderung in der Praxis gelingen kann, diskutierte im Anschluss der Eröffnungstalk „Wer trägt Verantwortung für die Schule von morgen?“. Der Begriff der Verantwortung, der bereits bei den nachmittäglichen Pre-Events zentrales Thema war, wurde auf der Hauptbühne vielschichtig beleuchtet. In der Talkrunde tauschten sich die Grundschullehrerin Kristin van der Meer, der Berliner Staatssekretär Dr. Torsten Kühne, der Bundesschülersprecher Mazen Kabawa (LSV Rheinland-Pfalz), die Berliner Schülerin Lore Friedrich und Dr. Benny Pock über Rollen, Bürokratieabbau und echte Mitbestimmung aus. Während Dr. Torsten Kühne die Verantwortung der Politik betonte, verlässliche Rahmenbedingungen und klare Zuständigkeiten zu schaffen, setzt Kristin van der Meer auf die Selbstwirksamkeit vor Ort: „Verantwortung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und jede einzelne Lehrkraft ist das System. Ich möchte nicht darauf warten, dass mir jemand erlaubt, etwas zu tun. Ich habe jeden Tag die Möglichkeit, in die Schule zu kommen und ganz viel zu gestalten.“

Schülerin Lore Friedrich sprach sich auf dem Podium dafür aus, dass Bildungserfolg unabhängig vom Elternhaus werden müsse, und plädierte für mehr gegenseitiges Vertrauen zwischen Lehrkräften und Jugendlichen beim Erproben neuer Wege. Und Schülervertreter Mazen Kabawa forderte ein, Jugendlichen auf Augenhöhe zu begegnen: „Echte Partizipation fängt damit an, auf Schülerinnen und Schüler zuzugehen und ganz einfach zu fragen: Wie geht’s dir und wie siehst du das?“. Ausreichend Zeit, über diese zahlreichen Impulse zu diskutieren, bot der Ausklang des Abends mit der atmosphärischen Sternenshow „EduCosmos“ und der traditionellen #excitingedu-Kongressparty.

KI-Kreuzverhör und und praxisnahe Workshoprunden

Der zweite Kongresstag startete mit einem echten Programm-Highlight: Im Format „Die KI-Vordenker:innen im Kreuzverhör der Zukunft“ übernahmen Jakob Poorhosaini (Abiturient und Gründer des KI-Tutors „Guided“) und Maite Beecken (Schülerin am Käthe-Kollwitz-Gymnasium Berlin) selbstbewusst die Moderation auf der Hauptbühne und fühlten den Experten ohne Tabus auf den Zahn. Im intensiven Schlagabtausch mit dem Bildungsinfluencer Bob Blume und dem Ethikphilosophen Prof. Ziad Mahayni ging es um die Kernfragen des KI-Zeitalters: Wie lernen Kinder künftig mündig, ohne ihr eigenes Denken an Maschinen abzutreten?

Prof. Ziad Mahayni brachte die Differenz zwischen Mensch und KI prägnant auf den Punkt „KI hat unfassbar viel Verstand, aber exakt null Vernunftvermögen. In einer Zeit, in der auf Knopfdruck jede beliebige Antwort geliefert wird, entsteht Mündigkeit nicht mehr durch das Wissen von Antworten, sondern durch die Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen.“ Dementsprechend komme Lehrkräften die Aufgabe zu, Vernunftkompetenz zu vermitteln. Bob Blume ergänzte, dass Schule vor allem Räume schaffen müsse, in denen Schülerinnen und Schüler Sinn und persönliche Relevanz im Lernen erfahren.

© Laurenz Bostedt für Klett MEX Maite Beecken (li.) und Jakob Poorhosaini (re.) nahmen KI-Vordenker ins Kreuzverhör.

Echte Entscheidungsspielräume und „Real Talk“ 

In den vier folgenden Workshoprunden im Planetarium und in den Räumen der benachbarten Grundschule am Planetarium erhielten die Teilnehmenden in insgesamt 40 Sessions konkrete Werkzeuge für den Unterricht. Neben KI-Didaktik (u. a. mit Joscha Falck und Hendrik Haverkamp) standen vor allem drängende Fragen der Schulentwicklung im Mittelpunkt. In der Diskussionsrunde „Demokratiebildung zwischen Mitbestimmung, Verantwortung und Schulrealität“ mit Katja Hübner, Christian Heinz, Petra Ferrari und Dr. Christian Büttner ging es um echte Entscheidungsspielräume im Schulalltag und den Mut zur Praxis. Passend zum Eröffnungsmotto von Dr. Benny Pock plädierte Petra Ferrari (Galileo Bildungshaus Stuttgart) für das Feiern kleiner Erfolge und die eigene Selbstwirksamkeit vor Ort: „Woran würde ich in einem halben Jahr sehen, dass sich die Dinge in meinem Einflussbereich verändert haben – egal ob im Unterricht oder in der Teamsitzung? Wir müssen in kleinen Schritten ansetzen und Erfolge feiern, statt uns von katastrophalen Geschichten runterziehen zu lassen.“ Dass zeitgemäße Bildung weit über reine Technologie hinausgeht, bewies zudem die Vielfalt weiterer Workshops zu Chancengleichheit, Berufsorientierung, Deeper Learning, pädagogischer Haltung und Beziehungsresonanz. Den inspirierenden Schlusspunkt des Kongresses bildete die vom Lehrer und Schulentwickler Murat Alpoguz moderierte Session „Real Talk: Schüler:innen im Dialog über Lernen, Demokratie und nachhaltige Bildung“. Dabei machten die Jugendlichen deutlich, welche Rahmenbedingungen sie für zukunftsfähiges Lernen im Jahr 2037 erwarten.

Nach zwei erfolgreichen Kongresstagen ziehen sowohl die beiden Veranstalter Klett MEX und Stiftung Planetarium Berlin als auch die 30 Aussteller der begleitenden Fachmesse eine durchweg positive Bilanz. Dass es im kommenden Jahr eine Fortsetzung des beliebten Bildungskongresses geben wird, steht bereits fest: Am 27. und 28. Oktober 2027 kehrt der #excitingedu Kongress zurück ins Zeiss-Großplanetarium Berlin. Super-Early-Bird-Tickets zum Vorzugspreis von 69 Euro sind ab sofort online verfügbar.

Über Klett MEX

Die Klett MEX GmbH ist ein Unternehmen der Klett Gruppe. Das Leistungsspektrum der Stuttgarter Full-Service-Agentur umfasst dabei die drei Kernfelder „Beraten“, „Entwickeln“ sowie „Vernetzen & Vermarkten“. Für Stiftungen, Ministerien, Unternehmen, Verbände, Hochschulen und NGOs setzt Klett MEX innovative Bildungsprojekte um. Zu wichtigen Bildungsthemen und -bereichen hat die Agentur eigene Marken aufgebaut und fungiert damit als Impulsgeber, Orientierungsstifter und Vernetzer. 2026 wurde das Portfolio in der Bildungskommunikation unter der neuen Marke jungvornweg by Klett MEX gezielt um Formate erweitert, die Kinder, Jugendliche und die GenZ direkt adressieren und aktiv einbeziehen.

Eine Plattform für die Schule der Zukunft und innovativen Unterricht in einer Kultur der Digitalität zu schaffen, das ist der Ansatz, den Klett MEX mit #excitingedu verfolgt. Seit 2015 findet in Berlin unter dieser Marke einer der bekanntesten und innovativsten deutschen Bildungskongresse statt. Ergänzt wird das Portfolio von #excitingedu durch digitale sowie analoge Fortbildungs- und Networking-Events, einen Blog, einen Newsletter sowie Social-Media-Accounts, die #excitingedu zum „Info-Hub“ der digitalen Schule machen.

www.klett-mex.de

www.excitingedu.de

Ansprechpartner

Klett MEX GmbH
Dr. Benny Pock
Geschäftsführer | CEO
Stöckachstraße 11
70190 Stuttgart
Telefon: 0711 89 462 241
E-Mail: b.pock@klett-mex.de
Web: www.klett-mex.de


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