Bildungsministerin Erdsiek-Rave beim Elternfachtag: "Intensiver Austausch aller an Schule Beteiligten ist wichtiger denn je"

Beim Elternfachtag im Gymnasium Kronshagen Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave die Bedeutung der Elternarbeit für die Schulen hervor: "Das ehrenamtliche Elternengagement ist eine wertvolle Unterstützung für die Arbeit in den Schulen, über die ich sehr dankbar bin." Die gute Zusammenarbeit und ein intensiver Austausch aller an Schule Beteiligten seien wichtiger denn je. Die jüngsten dramatischen Ereignisse in der Realschule von Winnenden führten auf fürchterliche Art und Weise vor Augen, wie wichtig die gemeinsame Wachsamkeit und gegenseitige Abstimmung von Eltern, Schülern und Lehrkräften sei, so die Ministerin weiter. Sie sagte: "Dieses "Aufeinander-Achten" ist immer noch das beste Frühwarnsystem, das sich durch keine andere Maßnahme ersetzen lässt."

16.03.2009 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Weiter dankte Erdsiek-Rave den Elternvertretungen für die konstruktive Zusammenarbeit bei der Umsetzung des neuen Schulgesetzes gerade auch bei der pädagogischen Weiterentwicklung der Schulen. Mehr denn je müsse der einzelne Schüler, die einzelne Schülerin im Mittelpunkt stehen, mit den individuellen Stärken und Schwächen. "Gemeinsames Lernen aller Schüler - auch solcher, die eine Behinderung haben - ist in den meisten Ländern Europas längst Normalfall", so die Ministerin. Eine Bildung, die niemanden ausschließe, eine "inklusive Bildung" sei das Ziel. Um diesen Gedanken zu fördern, habe das Bildungsministerium das Jahr 2009 unter das Motto "besser zusammen" gestellt und zum "Jahr der inklusiven Bildung" ausgerufen, für das die deutsche UNESCO-Kommission jetzt auch die Schirmherrschaft übernommen habe.

"Ich freue mich, dass wir jedes Jahr mit unserem Landeselternfachtag mit ca. 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmern so viele Elternvertreter und Eltern ohne Amt erreichen", so Brigitte Rieckmann, die im Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein Ansprechpartnerin für Eltern ist. "Diese große Resonanz zeigt das hohe Engagement der Eltern und dass unsere Angebote die aktuelle Bedürfnislage treffen." Diese mittlerweile traditionelle zentrale Veranstaltung sei allerdings nur ein Teil des jährlichen Fortbildungsangebotes des Instituts. Elternvertretungen hätten zum Beispiel die Möglichkeit, über das IQSH Referenten zu speziellen Themen in ihre Schulen einzuladen. Das Spektrum reiche hier von der "Kooperation von Schule und Elternhaus" bis hin zu pädagogischen Themen wie "Medienmissbrauch", "Gewalt- und Suchtprävention" oder "Mobbing". "Zudem unterstützen wir die Eltern mit unseren Broschüren wie z.B. "Eltern in Fachkonferenzen", "Hinweise und Tipps zur Gestaltung von Elternversammlungen" oder "Fremdsprachenwahl an Gymnasien", führte sie aus.


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