Bildungsministerin Erdsiek-Rave: "Neues Lernen an 150 Schulen"

"Sie gestalten Häuser des Lernens, in denen sich die Schülerinnen und Schüler wohl fühlen und gut orientieren können, um den Lernweg zu finden, der zu ihnen passt. Dass gelingt, weil Schulleitungen, Lehrkräften, Eltern und Schulträger sich enorm engagieren", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (8. Juni) beim Treffen der Schulleitungen aller neuen Gemeinschafts- und Regionalschulen in Kiel. Unter dem Motto "Den neuen Schulen eine Identität geben - was wir voneinander lernen können" diskutierte sie über Veränderungen der Schullandschaft. So haben sich innerhalb von zwei Jahren nach Verabschiedung des schleswig-holsteinischen Schulgesetzes insgesamt 239 Ursprungsschulen auf den Weg gemacht, um eine Gemeinschafts- oder eine Regionalschule zu werden. Daraus sind 150 neue Schulen (94 Gemeinschaftsschulen und 55 Regionalschulen) entstanden, die zum neuen Schuljahr 2009/10 starten." Erdsiek-Rave: "Das ist eine echte Dynamik von unten und damit die tragfähigste Basis für Reformen."

09.06.2009 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die Ministerin formulierte verschiedene Anforderungen an gute Lernhäuser: Engagement des Schulträgers unter anderem beim Schulbau und der Schulsozialarbeit, Abstimmung mit der Schulaufsicht, Rückhalt bei Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie in der Öffentlichkeit und das Engagement der Kollegien. "Am besten ist es, wenn alle Kräfte so aufeinander abgestimmt wirken, dass die Aufbauarbeit optimal gelingen kann", so Erdsiek-Rave. Sie verwies aber auch auf Probleme und nannte dabei unter anderem die Arbeitsbelastung der Lehrkräfte oder die Vor und Nachbereitung von individualisiertem Unterricht. Deshalb gäbe es an einigen Stellen Entlastungen und mehr Unterstützung durch Fort- und Weiterbildungen oder Schulentwicklungstage. Positiv werde sich auch die Zahl von 150 zusätzlichen Lehrerstellen im Haushalt 2009/10 sowie die einheitliche Unterrichtsverpflichtung von 26 Stunden an beiden Schularten auswirken.

Erdsiek-Rave: "Erfolgreiches Lernen von Schülerinnen und Schülern - das ist und bleibt die beste Motivation für unser Tun. Nach der bisherigen Entwicklung seit Verabschiedung des neuen Schulgesetzes bin ich überzeugt, dass die Weichenstellung mit den neuen Schularten überfällig war."


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