Brandenburger Bildungsminister Holger Rupprecht eröffnet Aktion Tagwerk-Schule in Burundi - Unterstützung zugesagt
Bildungsminister Holger Rupprecht reiste vom 15. März bis 18. März 2007 in das zentralafrikanische Land Burundi, um dort mit einer kleinen Delegation aus Deutschland, den Neubau der Schule "Ecole Polyvalente - Carolos Magnus" in Kajaga bei Bujumbura zu eröffnen. Diese Schule wurde seit 2004 aus Spenden in Höhe von 150.000 Euro von Brandenburger Schulen unterstützt, die sich seit drei Jahren an der Aktion Tagwerk - "Dein Tag für Afrika" beteiligen.
20.03.2007 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes BrandenburgMit afrikanischen Tänzen und einer burundischen Trommelgruppe wurde die offizielle Eröffnungsfeier der Schule "Ecole Polyvalente - Carolos Magnus" in Kajaga bei Bujumbura gefeiert. Am Freitag, 16. März 2007 eröffnete Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht zusammen mit Saidi Kibeya, Bildungsminister in Burundi, Nora Weisbrod, Geschäftsführerin und erste Vorsitzende von Aktion Tagwerk e.V. und Volker Dattke, Geschäftführer von Human Help Network e.V., dem Projektpartner der Aktion Tagwerk, offiziell die Schule in Burundi. Minister Holger Rupprecht zeigte sich sichtlich gerührt über den Empfang und die Freude der Kinder über ihre neue Schule: "Die Kinder in Burundi sehen den Schulbesuch als Privileg an. Das ist etwas, was ich mir in Deutschland noch mehr wünschen würde", so der Minister aus Brandenburg.
Das doppelstöckige Gebäude der neuen Grund- und weiterführenden Schule in Burundi liegt direkt am Tanganjikasee. Es ist ein auffällig großer Schulbau mit insgesamt 12 Klassenräumen. Doppelstöckige Schulen in dieser Größenordnung gibt es nur selten in Burundi. Nach drei Jahren Bauzeit, ist das Schulgebäude nun fertig und die Schüler können in ihrer neuen Schule unterrichtet werden. Die finanziellen Mittel für diesen großen Neubau der Schule, von insgesamt 150.000 Euro kommen aus dem Erlös Brandenburger Schulen, die sich seit 2004 bis 2006 jährlich an der Aktion Tagwerk beteiligt haben.
Derzeit werden die ersten 260 Kinder in der Schule unterrichtet, doch fast täglich kommen neue Schulanmeldungen. Insgesamt ist Platz für 960 Kinder und Jugendliche. Der Unterricht findet im Schichtsystem statt, d.h. vor- und nachmittags werden unterschiedliche Klassen unterrichtet. Für viele Kinder hat der Unterricht bereits im September 2006 begonnen.
Brandenburger Schulen haben das Geld für den Schulbau mit der Aktion Tagwerk erwirtschaftet. Die Aktion Tagwerk - "Dein Tag für Afrika" gibt es seit 2003 und ist eine bundesweite Kampagne mit Schulen: Schüler können sich freiwillig einen Tag lang, meistens kurz vor den Sommerferien, an der Aktion beteiligen. Sie gehen für einen Tag arbeiten oder machen andere Schulaktionen im Klassenverband. Ihren Verdienst spenden sie für Bildungsprojekte in Afrika an die Aktion Tagwerk.
"Die Aktion Tagwerk - "Dein Tag für Afrika" ist eine großartige Aktion, die es mit der Hilfe von deutschen Schülerinnen und Schülern ermöglicht Kindern und Jugendlichen in Afrika bessere Zukunftschancen zu geben. Ich werde mich in Zukunft verstärkt dafür einsetzen, Schulen aus Brandenburg für die Aktion Tagwerk zu mobilisieren", so Minister Holger Rupprecht in seiner Rede bei der Eröffnungsfeier des Schulneubaus in Kajaga bei Bujumbura.
Das Bundesland Brandenburg führt die Aktion Tagwerk seit 2004 jährlich unter der Schirmherrschaft von Bildungsminister Holger Rupprecht und der Intendantin Dagmar Reim des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) durch. In den letzten drei Jahren haben sich insgesamt 38.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion Tagwerk - "Dein Tag für Afrika" beteiligt und insgesamt 195.158 Euro eingenommen. 2006 wurden mit dem Erlös auch ein Waisenkinderheim "Uranderera" und ein Straßenkinderheim "Birashoboka" für Jungen in Bujumbura von Brandenburger Schulen mit der Aktion Tagwerk unterstützt.
Auch diese zwei Heime besuchte Minister Holger Rupprecht bei seinem Besuch in Burundi. Er machte sich ein Bild von den Lebensbedingungen der Kinder- und Jugendlichen vor Ort und sprach mit den verantwortlichen Projektpartnern. Minister Holger Rupprecht, war sehr beeindruckt und zufrieden über die Arbeit des Projektpartners Human Help Network e.V. (HHN) und der Aktion Tagwerk e.V.
HHN koordiniert und betreut die Projekte, welche mit der Aktion Tagwerk unterstützten werden. In Burundi arbeitet HHN mit der Fondation Stamm zusammen und unterstützt deren Projekte. Die Fondation Stamm ist ein lokaler Partner, welcher auf Eigeninitiative von Verena Stamm, einer Deutschen die seit über 30 Jahren in Burundi lebt, gegründet wurde. "Durch Human Help Network e.V. und die Zusammenarbeit mit der Fondation Stamm haben wir zuverlässige Partner, welche ich auf jeden Fall auch in Zukunft unterstützen möchte", dieses Fazit zog Minister Holger Rupprecht am Ende seiner Reise nach Burundi.
Während seiner 3-tägigen Reise besuchte er weitere Projekte der Fondation Stamm, unter anderem, ein Schulprojekt bei den Pygmäen in Muyinga, einer sehr ländlichen Gegend. "Hier leben die Menschen noch in sehr großer Armut und es fehlt an Essen und Bildung" stellte Minister Holger Rupprecht fest und ergänzte: "Es gibt noch viel zu tun in dem kleinen afrikanischen Land, das fast so groß ist wie Brandenburg".
Ein weiterer Höhepunkt der Ministerreise war die Einladung des Präsidenten. Rupprecht führte ein 30minütiges Gespräch mit dem Präsidenten von Burundi, Pierre Nkurunziza. Der brandenburgische Minister wurde herzlich empfangen und der Präsident freute sich sehr über den Besuch aus Deutschland. Sie unterhielten sich über die Situation in Burundi und zogen Vergleiche zwischen den Bildungssystemen beider Länder. Partnerschaften nach dem Beispiel Rheinland-Pfalz - Ruanda halte er für denkbar, sagte Rupprecht in dem Gespräch. Nach seiner Rückkehr werde er sich für eine größere Unterstützung in Brandenburg für das zentralafrikanische Land stark machen. Schulpartnerschaften seien hier mögliche Maßnahmen.
Über das Ergebnis der Reise freute sich auch Nora Weisbrod, Geschäftführerin und 1. Vorsitzende von Aktion Tagwerk: "Es ist toll, dass das Land Brandenburg so großes Interesse für Burundi zeigt und sich für dieses Land und seine Menschen einsetzt. Die große Zahl der Schüler, die für Burundi gejobbt und gespendet haben, sprechen für sich. Wir möchten dieses Engagement der Brandenburger Schulen für Burundi gerne weiter ausbauen. Aktive Schulpartnerschaften sind hierbei eine großartige Möglichkeit für Brandenburg und Burundi". Die 23jährige hofft, dass sich auch in diesem Jahr 2007 wieder möglichst viele Schulen aus Brandenburg an der Aktion Tagwerk - "Dein Tag für Afrika" einsetzen. Bundesweiter Aktionstag ist der 19. Juni 2007, dann heißt es zum vierten Mal in Brandenburg: Schüler setzten sich aktiv für Gleichaltrige in Burundi ein. Jede Schule kann sich jedoch auch einen eigenen Aktionstermin auswählen. Alle Anmeldeformulare und weitere Informationen gibt es unter www.aktion-tagwerk.de oder über das Regionalbüro in Brandenburg:
Regionalbüro Aktion Tagwerk Brandenburg
c/o Stadtjugendring Potsdam
Ansprechpartnerin: Claudia Fröh
Schulstr. 9
14482 Potsdam
Tel. 03 31 / 58 13 202
Fax: 03 31 / 58 13 204
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