Bayern

"Gute gesunde Schule" auf die Fahnen geschrieben

"Heute sind doppelt so viele Kinder übergewichtig wie im Jahr 1984. Wie lässt sich diese Entwicklung erklären? Wo können wir ansetzen, um unsere Schülerinnen und Schüler zu gesundheitsbewussten jungen Menschen zu erziehen?" Mit diesen Worten begrüßte Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber anlässlich des diesjährigen Schultreffens "Landesprogramm gute gesunde Schule" Vertreter von rund 50 bayerischen Schulen, die sich das Thema "gute gesunde Schule" auf die Fahnen geschrieben haben. Zentrales Ziel des Programms ist es, Schülerinnen und Schülern u.a. durch gesunde Ernährung, Bewegung und ein gesundheitsförderliches Schulumfeld zu einem optimalen Bildungserfolg zu verhelfen.

29.10.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Gute gesunde Schule erreicht aber nicht nur die Schüler: Dieses Programm hat nämlich die Gesundheit aller am Schulleben Beteiligten im Blick", erklärt Staatssekretär Huber. Die Kooperationspartner wollen optimale Lern- und Arbeitsbedingungen nicht nur für Schüler, sondern auch für Lehrkräfte sichern.

Bereits im Modellversuch (Anschub.de), dem Vorläufer des Programms, wurden in 34 Schulen gute Ergebnisse erreicht. Derzeit gibt es insgesamt 49 Programmschulen, die das Konzept der guten gesunden Schulen nutzen, um die Verknüpfung von Bildung und Gesundheit zu erproben.

"Mit Gesundheit gute Schule machen" ist seit dem Schuljahr 2008/2009 das Motto der Schulen, die sich nach gesundheitsförderlichen Gesichtspunkten umgestalten wollen, um damit die Bildungsqualität und die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen zu verbessern.

Systematische Arbeit in den Schulen unter Beteiligung von Eltern, Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Mitarbeitern, die Vernetzung zwischen den Schulen und die Unterstützung starker Kooperationspartner sind dabei die Grundlage.

Die Entwicklung zur guten gesunden Schule beginnt mit einer Bestandsaufnahme, bei der Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeiter befragt werden, wie sie ihre Schule erleben. Auf dieser Basis kann jede Schule Entwicklungsschwerpunkte auswählen, deren Umsetzung planen und nach angemessener Zeit wieder überprüfen. Bei allen Schritten werden Eltern und Schülerinnen und Schüler mit einbezogen. "Die Schule ist neben der Familie der wichtigste Lebensraum unserer Kinder. Hier können sie erleben, dass gesundheitsbewusstes Verhalten mehr Kraft und Ausdauer gibt – körperlich und mental. Wer zudem in einen Apfel beißt, der nicht etwa aus Kalifornien, sondern aus der eigenen Heimat stammt, lernt nicht nur Fakten über das Thema Nachhaltigkeit, sondern kann es selbst erfahren," so Kultusstaatssekretär Dr. Huber abschließend.

Träger des Programm sind das Kultusministerium, das Gesundheitsministerium, der Gemeindeunfallversicherungsverband, die Unfallkasse München, die beiden Krankenkassen AOK und BARMER GEK und die Bertelsmann Stiftung.


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