Landesweit gemeinsam für mehr Bildung und gegen zu viele Pfunde - Ziel: gesunde und starke Persönlichkeiten

Kultusminister Siegfried Schneider und Gesundheitsminister Dr. Otmar Bernhard haben heute in München das "Landesprogramm gute gesunde Schule Bayern" gestartet. Zentrales Ziel des Programms ist es, Schülerinnen und Schülern u.a. durch gesunde Ernährung und Bewegung, nachhaltige Bildung und ein gesundheitsförderliches Schulumfeld zu einem optimalen Bildungserfolg zu verhelfen.

08.07.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Ein Grund für die landesweite und systematische Vernetzung von Projekten und Programm liegt in der Zunahme von bewegungsarmen und übergewichtigen Kindern. Zudem wollen die Kooperationspartner optimale Lern- und Arbeitsbedingungen für Schüler und Lehrkräfte sichern. Die Wirkungen des Landesprogramms sollen evaluiert werden, die Evaluation übernimmt die Bertelsmann-Stiftung.

Kultusminister Schneider betonte: "Gesunde Schüler lernen besser - gesunde Lehrkräfte unterrichten besser". Siegfried Schneider sprach von einem ambitionierten Vorgehen zugunsten von mehr Bildung und weniger Pfunden bei vielen Schülern und für gesunde und starke Persönlichkeiten: "Die Latte, die wir gemeinsam überspringen wollen, ist hoch gelegt". Das Programm und die daraus abgeleiteten Maßnahmen sollen die Bereiche Lernen und Lehren, Führung und Management, Schulklima und Schulkultur umfassen. Jede Schule und Schulfamilie solle sich selbst Ziele setzen, um auf dem Weg zu einer guten gesunden Schule ein gutes Stück weiter zu kommen. "Wir wollen auf diesem Wege alle mitnehmen und niemandem etwas überstülpen", unterstrichen die Minister die Notwendigkeit der Freiwilligkeit.

"Die ganze Schulgemeinschaft lernt so viel mehr als nur theoretisches Gesundheitswissen - eigene Ideen und eigene Verantwortung motivieren besser als jeder erhobene Zeigefinger. Das Projekt hilft Kindern schon in der Schule beim Erlernen eines gesunden Lebensstils und beugt damit der Entstehung von Zivilisationskrankheiten im Erwachsenenalter vor", betonte Bernhard. "Gerne unterstütze ich daher das Landesprogramm mit Mitteln aus der Gesundheitsinitiative Gesund.Leben.Bayern." Bereits bisher unternehmen Bayerns Schulen nach den Worten Schneiders und Bernhards umfangreiche Anstrengungen, um Schülerinnen und Schüler hinsichtlich Gesundheit, Bewegung und Stärkung der Persönlichkeit nachhaltig zu bilden, so zum Beispiel durch die eigenständige Organisation der Pausenverpflegung im Rahmen des Projektes 'Schülerunternehmen'.

Dr. Brigitte Mohn, Mitglied des Vorstands der Bertelsmann Stiftung sagte über das Projekt Anschub.de: "Gesundheit wird hier nicht als zusätzliche Aufgabe für die Bildungsinstitutionen verstanden - sondern als zentraler Bestandteil des Bildungsalltags. Bei allen Entscheidungen, die in Schulen getroffen werden, wird Gesundheit "eingeplant". Das betrifft zum Beispiel die Bewegung und die Gestaltung des Unterrichts sowie die positive Veränderung des Schulklimas. Die Schulleitungen haben das Konzept in seiner Offenheit und Ganzheitlichkeit aufgenommen und umgesetzt, sie nutzen es so, dass es für ihre Schule ein Gewinn ist."

Gemeinsam mit Kooperationspartnern wie der Bertelsmann Stiftung, der AOK Bayern, der BARMER Ersatzkasse, dem Bayerischen Gemeindeunfallversicherungsverband und der Unfallkasse Bayern werden die beiden Ministerien die Entwicklung voranbringen.

Das Landesprogramm kann an die Erfahrungen und Erkenntnisse des Modellversuchs zur schulischen Gesundheitsförderung "Anschub.de" anknüpfen, das in den drei Regierungsbezirken Unter- und Oberfranken sowie Oberbayern erprobt wurde.


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