Leitfaden "Handeln in Krisensituationen" für hessische Schulen

Das Hessische Kultusministerium und das Hessische Ministerium des Innern und für Sport haben die Schulen in Hessen beauftragt, sich mit der Bildung von Krisenteams und der Entwicklung von Krisenplänen auf mögliche Gefahrensituationen vorzubereiten.

23.05.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

"In den letzten Jahren hat es immer wieder schreckliche Ereignisse an Schulen gegeben, wobei diese zum Glück nicht in Hessen stattgefunden haben. Wir hoffen, dass wir so etwas nie an hessischen Schulen erleben werden, aber man muss immer bestmöglich vorbereitet sein", unterstreichen Kultusministerin Karin Wolff und Innenminister Volker Bouffier die Wichtigkeit des Leitfadens, der an alle hessischen Schulen versendet worden ist. Der Leitfaden "Handeln in Krisensituationen" soll die Schulen bei der Vorbereitung auf Krisensituationen unterstützen. Ergänzt wird das Paket durch Notrufkarten, die den Schulen im Ernstfall eine direkte Kontaktaufnahme mit einer Krisen-Hotline im Hessischen Kultusministerium ermöglichen.

Experten der beiden Ministerien haben den Leitfaden gemeinsam erarbeitet. Er soll es den Schulen ermöglichen, Krisensituationen wie Amok-Taten vorzubeugen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Dazu bietet er Handlungsanleitungen für den Fall, dass eine Krise eintritt.

Zu den vorbeugenden Maßnahmen gehört der Aufbau einer Sicherheitskultur an Schulen: Mittels einfacher Schritte soll ein Klima gegenseitigen Vertrauens geschaffen werden, so dass sowohl die objektive als auch die subjektiv empfundene Sicherheit erhöht wird. Darüber hinaus finden die Schulen Vorschläge für bauliche und organisatorische Vorkehrungen, um die Sicherheit der Schulgebäude zu erhöhen. Der Leitfaden gibt auch Auskunft darüber, was beim Aufbau eines Krisenteams zu berücksichtigen ist und welche Aufgaben es wahrnimmt. Bei ihren Vorbereitungen können die Schulen auf zahlreiche Check-Listen und Fragenkataloge zurückgreifen, die dem Leitfaden beigefügt sind. Diese sollen die Planungen erleichtern und eine fundierte und vergleichbare Krisenprävention an allen hessischen Schulen ermöglichen.

Die Schulleitungen und die regional zuständigen Polizeibehörden sind zu einer verbindlichen Umsetzung des Konzepts aufgefordert und sollen vor Ort entsprechende Absprachen treffen. "Nur durch die enge Zusammenarbeit von Schule und Polizei ist im Notfall sichergestellt, dass schnell, angemessen und effektiv reagiert wird", erklären Wolff und Bouffier.


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