Neuorganisation der Schulverwaltung - Präsenz an allen Standorten und Nähe zu den Schulen bleibt erhalten
"Bei der geplanten Neuorganisation der Schulverwaltung sollen alle 15 Standorte der bisherigen staatlichen Schulämter erhalten bleiben, aber in veränderter organisatorischer Form", kündigte heute die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler an. So bleibe die Nähe zu den Schulen, Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern gewahrt.
04.07.2011 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und ChancenDie Bildungsverwaltung müsse insbesondere den Anforderungen der zukünftig selbstständiger arbeitenden Schulen gerecht werden, aber natürlich auch rückläufige Schülerzahlen berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund müssten die Schulämter in eine andere Struktur überführt werden. Notwendig sei eine einheitliche, effiziente und verbindliche Leistungsstruktur.
Deshalb erarbeite das Kultusministerium derzeit ein Konzept mit zwei Bereichen. Der eine Bereich sehe eine Bündelung der zentralen administrativen Aufgaben der Schulverwaltung vor. Die bisherigen Schulämter sollen dabei weiterhin Aufgaben in ihrer regionalen Zuständigkeit wahrnehmen. "Es ist wichtig, dass die Unterstützungs-, Service- und Aufsichtsleistungen für die selbstständig arbeitenden Schulen auch in der Fläche gewahrt bleiben", sagte Henzler.
Der zweite Bereich beinhalte eine Stärkung der Aufgaben der Personal- und Qualitätsentwicklung. Diese Aufgaben seien bisher getrennt bei dem Amt für Lehrerbildung, dem Institut für Qualitätsentwicklung sowie der Führungsakademie angesiedelt und sollten unter einem Dach gebündelt werden. "Damit wollen wir die Personalentwicklung und die Qualitätssicherung des Unterrichts noch stärker auf die Bedürfnisse der Schulen abstimmen und gleichzeitig Synergieeffekte erreichen", so die Ministerin.
Eine solche Neustrukturierung des nachgeordneten Bereichs werde einen wichtigen Beitrag leisten, um die selbstständige Schule zum Erfolg zu führen, die Bildungsverwaltung effizienter zu organisieren und in der Fläche gleichzeitig an allen bisherigen Standorten präsent zu bleiben.
Das Kultusministerium werde das Modell in den Sommerferien weiter präzisieren und im August den Fraktionen zur Beratung und Entscheidung vorlegen, kündigte die Ministerin an. "Mit dieser Nachricht möchte ich angesichts der vielen Spekulationen auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der nachgeordneten Behörden für Klarheit sorgen und wünsche ihnen schöne Ferien und gute Erholung von ihrer anspruchsvollen Tätigkeit", sagte die Ministerin.
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