Brandenburg

Unterricht für Kinder in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber hat begonnen

In der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Eisenhüttenstadt gibt es jetzt auch eine kleine Schule. Am Montag dieser Woche begann für rund 50 Kinder der Unterricht. Die Stundenpläne sehen wöchentlich bis zu 19 Unterrichtsstunden in deutscher Sprache vor. Aufgeteilt in je zwei Lerngruppen für 7- bis 11-Jährige bzw. 12- bis 15-Jährige werden die Kinder in eigens hergerichteten Räumen auf dem Gelände der Einrichtung von Lehrerinnen der Otto- Buchwitz-Förderschule und der Astrid-Lindgren-Grundschule in Eisenhüttenstadt unterrichtet.

23.08.2013 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Vor der Aufnahme des Unterrichtsbetriebes wurden die Räume saniert und mit Möbeln, Schultafeln und Overhead-Projektoren ausgestattet. Innenminister Dietmar Woidke sagte: "Der Beginn des Unterrichts ist ein ganz wichtiger Schritt nach vorn. Mit dem Schulunterricht erleichtern wir den Kindern die Integration. Davon profitieren alle. Für die Kinder wird die Zeit, die sie mit ihren Eltern in der Erstaufnahmeeinrichtung verbleiben müssen, für eine qualifizierte Betreuung und sinnvolle Beschäftigung genutzt. Denn jede Integration fängt mit dem Erlernen der Sprache an. Mit dem Unterricht ausschließlich in deutscher Sprache werden die Kinder auf den künftigen Schulbesuch in den Kommunen gut vorbereitet. Ich danke allen Beteiligten sehr, die zum Zustandekommen dieses neuen Angebots beigetragen haben."

Bildungsministerin Martina Münch betont: "Unsere Bildungsangebote gelten für alle. Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Schulbildung sind jedoch gute Sprachkenntnisse. Bei diesem speziellen Angebot werden die Kinder intensiv und zielgerichtet auf die Schule vorbereitet. Ich freue mich, dass brandenburgische Lehrerinnen und Lehrer die Kinder und Jugendlichen der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber gezielt fördern und unterstützen können. Auch an vielen anderen Schulen im Land Brandenburg werden Schülerinnen und Schüler aus Asylbewerber-Familien derzeit mit hohem Engagement unterrichtet und gefördert. Die Schulen erhalten dazu von den Schulämtern zusätzliches Personal."

Die Schulpflicht Eine erste Betreuung für eine Gruppe von etwa zehn schulpflichtigen Kindern war bereits im Herbst vergangenen Jahres eingerichtet worden. Die Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Brandenburg bietet dort zwei- bis dreimal wöchentlich Unterricht in der Muttersprache und in Deutsch an. Das Angebot soll neben dem deutschsprachigen Unterricht fortgeführt werden


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden