"Vollständige Integration lernbehinderter Kinder in zehn Jahren möglich"

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave will in zehn Jahren auch in Schleswig-Holstein den europäischen Standard erreichen und die Kinder aus den Förderzentren Lernen vollständig integrieren. "Die Zeit müssen wir unseren Lehrkräften und unseren Schulen geben, denn wir wollen, dass dieser Prozess eine gute Qualität hat und von allen Beteiligten mitgetragen wird." Es komme jetzt auf die schrittweise Umsetzung an. Dafür seien weitere Verbesserungen bei der Infrastruktur der allgemein bildenden Schulen bei der Barrierefreiheit der Gebäude oder der Ausstattung mit Hilfsmittel genauso wichtig wie die Umsteuerung beim Personaleinsatz und die intensive Vorbereitung der Lehrkräfte. "Wir dürfen jetzt nicht den zweiten Schritt vor dem ersten tun", sagte Erdsiek-Rave.

27.03.2009 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die Zukunft der Förderzentren sieht die Ministerin in der Beratungsfunktion: "Wir wollen die Förderzentren auch ohne Schüler weiter erhalten, damit die sonderpädagogische Kompetenz nicht verloren geht." Der hohe Standard der Sonderpädagogik-Ausbildung sei für diese Entwicklung sehr wertvoll. Als Beispiel nannte Erdsiek-Rave die Schule für Sehgeschädigte in Schleswig, die ein Förderzentrum ohne Schüler sei und internationale Anerkennung genieße für ihre Arbeit. Solche positiven Beispiele und auch Aktionen wie das "Jahr der inklusiven Bildung" seien Teil der Überzeugungsarbeit, die in den kommenden Jahren geleistet werden müsse, um den Wandel herbeizuführen.


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