Wirtschaft und Handwerk in Schulen präsenter

Zukünftig wird es in allen weiterführenden Schulen eigene Ansprechpartner für das Handwerk und die Wirtschaft geben. Dies wurde bei einem Gespräch zwischen Kultusminister Jürgen Schreier und dem Präsidenten der Handwerkskammer (HWK), Hans-Alois Kirf, vereinbart und mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) abgestimmt.

30.09.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Schon seit vielen Jahren bestehen vielfältige Kontakte zwischen den Schulen, dem Handwerk und der Wirtschaft. Dadurch, dass jetzt ein eigener Ansprechpartner in den Schulen zur Verfügung steht, wird gewährleistet, dass Informationen zwischen den Beteiligten aktuell und unmittelbar in die Schulkollegien getragen werden. Auch die Eltern wissen künftig, dass es in der Schule eine Anlaufstelle gibt, die ihnen im Hinblick auf mögliche Berufswege ihrer Kinder Auskunft geben kann. Damit wird das schon jetzt gute Miteinander zwischen Schule, Handwerk und Wirtschaft weiter vertieft.

FOS Ernährungstechnologie verbessert Qualifikation:

Kultusminister Jürgen Schreier und HWK-Präsident Hans-Alois Kirf räumten gleichzeitig entstandene Missverständnisse im Zusammenhang mit der beabsichtigten Einrichtung der Fachoberschule Lebensmitteltechnologie aus. Der Kultusminister würdigte die vielfältigen Weiterbildungsbemühungen des saarländischen Handwerks für das Ernährungsgewerbe. Dennoch sind sich beide einig, dass sich die Beschäftigten angesichts der zunehmenden Technisierung der Nahrungsmittelproduktion und der neuen Logistik bei der Distribution neuen Qualifikationsanforderungen stellen müssen. Für die überdurchschnittlich vielen Facharbeiter im Ernährungsgewerbe gibt es mit Ausnahme der Meisterqualifikation keine anderen unmittelbaren und fachbezogenen Qualifikationsmöglichkeiten. Mit der Einrichtung einer Fachoberschule Ernährung kann eine fachbezogene Brücke in ein Fachhochschulstudium mit dem Schwerpunkt Lebensmitteltechnologie geschlagen werden.

Im Übrigen kamen der Kultusminister und der HWK-Präsident überein, die Gespräche über die Meisterschule zügig zum Abschluss zu bringen. Ziel ist es, dass die renommierte Meister- und Technikerschule in den kommenden beiden Jahren - vom Land begleitet - in die Trägerschaft der Handwerkskammer übergeht.


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