Wissenschaftsministerium fördert Forschungen für eine bessere medizinische Diagnostik
Das saarländische Wissenschaftsministerium unterstützt mit 170.000 Euro die Forschungsarbeiten des Fraunhofer Instituts für Biomedizinische Technologie (IBMT), um die medizinische Diagnostik beim Einsatz von Ultraschalluntersuchungen zu verbessern. Einen entsprechenden Scheck übergab heute (29.9.06) Wissenschaftsminister Jürgen Schreier dem Leiter des IBMT, Prof. Dr. Günter R. Fuhr. Das Geld stammt aus Mitteln des Landesforschungsförderungsprogramms (LFFP).
29.09.2006 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur SaarlandDie zukünftigen Entwicklungen im medizinischen Ultraschall fordern immer höhere Frequenzen. Die Nutzung höherer Frequenzen erlaubt eine höhere räumliche Auflösung und somit eine Verbesserung der medizinischen Diagnostik. Der gewünschte Wirkungsgrad der hochfrequenten Ultraschall-Systeme kann nur bei Verwendung von geeigneten bzw. maßgeschneiderten Anpassungsschichten mit Hilfe der Nanotechnologie erreicht werden. Eine höhere Effizienz der Ultraschall-Systeme führt auch zu patientenschonenderen Untersuchungen, da mit weniger Energie gearbeitet werden kann.
Um diese Ziele zu erreichen, haben sich zwei Forschungsinstitute am Standort Saarland zusammengefunden. Durch das IBMT und das Leibnitz-Institut für Neue Materialien (INM) werden mit ihren jeweiligen Forschungskompetenzen und Technologieschwerpunkten Kernkompetenzen in der Nanotechnologie mit deren der Ultraschall-Technik verknüpft.
Wissenschaftsminister Jürgen Schreier: *Das geplante Projekt stellt zwar die klinische Nutzung in den Vordergrund, ein späterer Einsatz im technischen Bereich (z. B. in der Automobilindustrie) und eine industrielle Anwendung sind allerdings möglich. Mit der finanziellen Unterstützung des Landes wird nicht nur eine Anschubfinanzierung für die Forschungsarbeiten geleistet, es werden auch gleichzeitig Entwicklungen im Bereich der Nanotechnologie gefördert."
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