Bayern

11 Prozent mehr Geld für Meister-BAföG aufgewendet

47 700 Personen empfingen durchschnittlich 3300 Euro nach dem AFBG Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, erhielten 2010 in Bayern rund 47 700 Personen Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), auch "Meister-BAföG" genannt. Dies waren nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung zwei Prozent mehr als im Jahr davor.

21.07.2011 Pressemeldung

Das Fördervolumen stieg damit gegenüber 2009 um 11 Prozent auf 138,5 Millionen Euro. Im Jahr davor wurden Leistungen nach dem AFBG in Höhe von 124,6 Millionen bewilligt. Der durchschnittliche Förderbetrag je Fall lag bei 3 294 Euro (2009: 3 684 Euro).

Nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) wird die Erweiterung und der Ausbau beruflicher Qualifikation durch Meisterkurse oder durch Lehrgänge unterstützt, die auf einen vergleichbaren Fortbildungsabschluss vorbereiten. Mit dem sogenannten "Meister-BAföG" wurden 2010 in Bayern rund 47 700 Personen gefördert. Damit lag die Zahl der Empfänger von Leistungen nach dem AFBG um zwei Prozent über dem Niveau von 2009 (46 700 Personen). Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, stiegen die Förderzusagen auch 2010 wieder deutlich an. Insgesamt betrug der finanzielle Aufwand für die Fortbildung von Handwerkern und anderen Fachkräften u. a. zu Meistern, Technikern oder Betriebswirten in Bayern 138,5 Millionen Euro, das waren 11 Prozent mehr als im Jahr davor. Diese Entwicklung ist auch auf die Erhöhung der Bedarfssätze und Freibeträge zurückzuführen, die nach dem 23. Änderungsgesetz zum BAföG seit dem 1. Oktober 2010 gelten.

20 600 Geförderte (43 Prozent) nahmen 2010 an Maßnahmen in Vollzeit teil, 27 100 Personen (57 Prozent) qualifizierten sich beruflich in Teilzeitmaßnahmen weiter. Die Zahl der geförderten Teilnehmer an Vollzeitmaßnahmen stieg gegenüber dem Vorjahr (19 300 Personen) um sieben Prozent. Die Zahl der Leistungsempfänger, die sich für Fortbildung in Teilzeitform entschieden hatten, ging dagegen leicht zurück (2009: 27 500 Personen). Insgesamt waren 16 400 nach dem AFBG Geförderte (34,4 Prozent) Frauen. Bei den an Vollzeitmaßnahmen Teilnehmenden (20 600 Personen) lag der Frauenanteil mit 32,1 Prozent etwas niedriger als bei Teilzeitmaßnahmen (36,1 Prozent).

Der durchschnittliche Förderungsbetrag je Geförderten lag im Berichtsjahr bei 3 294 Euro und damit deutlich niedriger als im Vorjahr (3 684 Euro). Hier schlug sich vor allem die Entwicklung im Bereich berufsfördernder Teilzeitmaßnahmen nieder. Bei Teilnehmern an Vollzeitmaßnahmen dagegen betrug der durchschnittliche Förderungsbetrag 5 107 Euro. Das waren knapp sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Die Förderung nach dem AFBG erfolgt überwiegend über Darlehen. In Bayern wurden 2010 Darlehen in Höhe von 94,6 Millionen Euro (68 Prozent) und Zuschüsse in Höhe von 43,9 Millionen Euro (32 Prozent) bewilligt.


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