Abschluss-Zertifikat in Behindertenwerkstätten
(red/pm) Erstmals haben in Sachsen-Anhalt Absolventinnen und Absolventen des Berufsbildungsbereiches in Werkstätten für Menschen mit Behinderung ein Abschlusszertifikat bekommen. Rund 400 Frauen und Männer des Berufsbildungsjahres 2013 bekamen gestern ihre Urkunden überreicht.
10.01.2014 Artikel"Die Zertifikate sollen Anerkennung und Motivation sein, auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt selbstbewusst Beschäftigungsperspektiven zu suchen", betonte Sozialminister Norbert Bischoff.
Die Absolventinnen und Absolventen haben ihre Berufsqualifikationen in den Bereichen Hauswirtschaft, Holzbearbeitung, Wäscherei sowie Montage und Verpackung, Gärtnerei und Tierpflege erlangt.
"Das neue Zertifikat ist mehr als eine allgemeine Bescheinigung. Vielmehr wird konkret die individuelle und arbeitsplatzspezifische Kompetenz der Absolventin oder des Absolventen dokumentiert. Persönliche Neigungen und Fähigkeiten werden ebenso beschrieben wie Inhalte absolvierter Praktika. Dies ermöglicht potenziellen Arbeitgebern einen sehr konkreten Überblick über Fertigkeiten und Fähigkeiten der Frauen und Männer, die sich durchweg durch hohe Motivation und Engagement auszeichnen. Die neuen Zertifikate sollen auch das Selbstbewusstsein der Frauen und Männer stärken", so Bischoff, der auch an die Arbeitgeber appellierte, "diesen engagierten und motivierten Menschen aus dem Werkstattbereich eine Chance zu geben."
Vor der Aufnahme in einen Arbeitsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen durchlaufen die Betroffenen einen zweijährigen Berufsbildungsbereich. Dabei werden die Leistungs- und Erwerbsfähigkeit der jungen Menschen entwickelt und verbessert. Im günstigsten Falle erfolgt eine vollständige Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit, was in eine Vermittlung auf dem ersten Arbeitsmarkt münden kann.
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