Ahnen / Dreyer: Aus der Krankenpflege an die Fachhochschule

Künftig können Absolventinnen und Absolventen der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeausbildung in Rheinland-Pfalz nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung direkt ein Studium an einer Fachhochschule des Landes aufnehmen. "Nachdem mit der letzten Novelle des Krankenpflegegesetzes nicht nur die Ziele, die Dauer und die Struktur der Ausbildung in den Krankenpflegeberufen, sondern auch die Zugangsberechtigung zu der Ausbildung sowie die Umfänge von Theorie- und von Praxisanteilen neu geregelt wurden, ist dieser Schritt möglich. Damit werden die Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege den angehenden Altenpflegerinnen und Altenpflegern gleichgestellt, die an Fachschulen im Rahmen des Systems der berufsbildenden Schulen ausgebildet werden und damit schon seit jeher die Fachhochschulreife erwerben konnten", unterstrichen Bildungsministerin Doris Ahnen und Sozialministerin Malu Dreyer.

15.10.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Die jetzt per Verordnung festgeschriebene Zugangsberechtigung sei auch ein weiterer Schritt hin zu dem Ziel der Landesregierung, die Hochschulzugangsmöglichkeiten für beruflich qualifizierte Frauen und Männer weiter auszubauen, unterstrich die Bildungsministerin. "Wir brauchen in Deutschland künftig mehr Menschen mit einer Hochschulausbildung, und wir wollen dazu möglichst viele Wege öffnen. Die Übergänge zwischen allgemeiner, beruflicher und hochschulischer Bildung müssen weiter erleichtert werden", sagte Doris Ahnen und ergänzte: "Wir tun das in der Schulpolitik, beispielsweise mit der Schulstrukturreform oder mit dem Ausbau der Angebote an berufsbildenden Schulen. Wir tun das aber auch in der Hochschulpolitik – unter anderem mit dem Ausbau dualer Studiengänge, deren Zahl von bisher 15 durch 10 neue Angebote auf in naher Zukunft dann 25 Studiengänge weiter steigt. Und wir tun das mit Schritten wie dem, den wir jetzt zugunsten der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe machen."

Gesundheits- und Sozialministerin Malu Dreyer wies auf die mit diesem Schritt verbundene Aufwertung der beiden Gesundheits- und Krankenpflegeausbildungen hin: "Es steigert die Attraktivität der Pflegeausbildungen deutlich, wenn ein erfolgreicher Abschluss neben dem Berufszugang auch den Zugang zu einer Fachhochschule in Rheinland-Pfalz ermöglicht. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir als erstes Land nun auch die Gesundheits- und Krankenpflegeberufe aufwerten. Wegen der demografischen Entwicklung werden wir verstärkt Pflegekräfte brauchen. Je attraktiver die Pflegeberufe sind, umso mehr Menschen werden wir für eine Ausbildung gewinnen können."


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