Mecklenburg-Vorpommern

Auch an beruflichen Schulen geht originärer Unterrichtsausfall zurück

Im Schuljahr 2012/2013 lag der originäre Unterrichtsausfall an den beruflichen Schulen bei 4,9 Prozent und ging damit wie im allgemein bildenden Bereich zurück. Werden die Auswirkungen durch elementare Ereignisse (z. B. Lehrerstreiks und Auswirkungen der Flut) hinzugerechnet, erhält der Unterrichtsausfall einen Wert von 5,4 Prozent. Dabei entfallen auf den Streik der Lehrkräfte 0,4 Prozent und auf die übrigen Einflussfaktoren 0,1 Prozent.

11.02.2014 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern

"Der originäre Unterrichtsausfall an den beruflichen Schulen ist im Schuljahr 2012/2013 gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen", sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb. "Die Unterscheidung zwischen originärem und tatsächlichem Unterrichtsaufall ist für mich von Bedeutung, weil nur der originäre Unterrichtsausfall durch geeignete Maßnahmen verringert werden kann. So sollen mit Hilfe des 50-Millionen-Euro-Paketes vom kommenden Schuljahr an zusätzliche Mittel für Vertretungsunterricht zur Verfügung stehen und dafür sorgen, dass noch weniger Unterricht ausfällt", betonte Brodkorb.

Zugleich gab der Minister zu bedenken, dass Krankheiten von Lehrkräften nie ganz verhindert werden können. "Wie die Beschäftigten in Unternehmen werden auch Lehrkräfte krank und können nicht zum Dienst erscheinen. Für den Gesundheitsschutz stehen in diesem und im kommenden Schuljahr insgesamt mehr als eine Million Euro bereit", sagte Brodkorb. Erstmals in der Geschichte des Landes werde es ein umfassendes Lehrergesundheitsprogramm geben. Mit den Präventionsmaßnahmen, die durch das 50-Millionen-Euro-Paket finanziert werden, solle erreicht werden, dass Lehrkräfte seltener krank werden und weniger Unterricht ausfällt.

Hauptursache für die Erteilung von Vertretungsunterricht an beruflichen Schulen sind Krankmeldungen von Lehrerinnen und Lehrern. Im Schuljahr 2012/2013 ist jedoch weniger Vertretungsunterricht angefallen, weil sich Lehrkräfte auf Fort- und Weiterbildung befanden. Lag der Anteil an den insgesamt zur Vertretung angefallen Unterrichtsstunden wegen Fort- und Weiterbildungen im Schuljahr 2011/2012 noch bei 6,2 Prozent, waren es im Schuljahr 2012/2013 nur 6,0 Prozent.

"Das 10-Punkte-Programm zur Vermeidung von Unterrichtsausfall wirkt", sagte der Minister. "Das Programm sieht unter anderem vor, dass Fort- und Weiterbildungen für Lehrerinnen und Lehrer stärker als bisher auf Zeiträume außerhalb des Unterrichts, also an Nachmittagen, an Wochenenden und in den Schulferien stattfinden", so Brodkorb.


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