Ausbildungsmarkt: Trendwende oder Besorgnis erregend?

(redaktion) Unterschiedlich interpretiert werden die aktuellen Zahlen zum Ausbildungsmarkt. Während Bundesbildungsministerin Annette Schavan von einer positiven Trendwende am Ausbildungsmarkt spricht, warnt die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock vor einer Besorgnis erregenden Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt.

01.04.2009 Artikel

Dem neuen Berufsbildungsbericht zufolge wurden im Zeitraum zwischen dem 1. Oktober 2007 und dem 30. September 2008 rund 616.000 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 1,5 Prozent weniger. Weil aber die demografische Entwicklung zu einer geringeren Nachfrage an Ausbildungsplätzen führte, übertraf dem Bericht zufolge die Anzahl der noch unbesetzten Ausbildungsplätze Ende September 2008 sogar die Zahl der noch unversorgten Bewerberinnen und Bewerber um rund 5000.

Laut DGB allerdings hat von rund 620.000 gemeldeten jugendlichen Bewerbern im vergangenen nur etwa die Hälfte einen betrieblichen Ausbildungsplatz erhalten. Der Gewerkschaftsbund geht außerdem davon aus, dass sich die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise im laufenden Jahr stark auf den Ausbildungsmarkt auswirken werden. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) prognostiziert allein für seinen Wirtschaftsbereich den Wegfall von 36.000 Ausbildungsplätzen.


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