PISA Studie 2025 – Ekkehard Thümler warnt vor Tesla Moment

Ekkehard Thümler, Gründer und Geschäftsführer des gemeinnützigen Unternehmens Tutoring for All (TFA), setzt sich mit der digitalen Lernplattform „Lesen mit dem Turbo Team“ für mehr Bildungsgerechtigkeit ein. Ziel ist es, Bildungschancen zu verbessern und Bildungsarmut nachhaltig entgegenzuwirken.

17.09.2026 Bundesweit Pressemeldung Tutoring for All
  • Ekkehard Thümler, Gründer und Geschäftsführer des gemeinnützigen Unternehmens Tutoring for All  © Tutoring for All Ekkehard Thümler warnt vor einer neuen Form der Bildungsungleichheit.

In seinen sieben Thesen zur Transformation des Schulsystems erläutert Thümler, warum Schulen den digitalen Wandel aktiv mitgestalten müssen, statt ihn anderen Akteuren zu überlassen. Andernfalls drohe ein „Tesla-Moment“: Externe Anbieter könnten mit digitalen Bildungsangeboten in den Bildungsmarkt vordringen, die dem klassischen Schulangebot überlegen sind. Die Folge könnte eine neue Form der Bildungsungleichheit sein, bei der der Zugang zu Bildungsangeboten zunehmend von den finanziellen Möglichkeiten der Familien abhängt.

1. These: Unser Schulsystem stammt aus der industriellen Welt des 19. und 20. Jahrhunderts. Es ist untrennbar mit dieser Welt verbunden und wird mit ihr zusammen untergehen.

2. These: Stattdessen entwickelt sich vor unseren Augen das Schulsystem der digitalen Welt. Es ist bislang nur in Umrissen erkennbar, doch die folgenden Eigenschaften zeichnen sich schon heute ab:

  • Lernen wird stärker selbstgesteuert und kooperativ erfolgen und sich mehr in digitalen Umwelten abspielen.
  • Schulen entwickeln sich von abgeschlossenen Bürokratien zu offenen Plattformen, die systematisch die Angebote externer Partner integrieren.
  • Innovation wird künftig nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel sein.

3. These: Dieser Prozess ist unaufhaltsam, aber nicht ungestaltbar. Es kommt darauf an, ihn zu verstehen und aktiv die richtige Richtung zu lenken. Denn es ist keineswegs ausgemacht, dass das neu entstehende System gerechter und demokratischer sein wird als das alte. Vielmehr ist das Risiko hoch, dass nur diejenigen Zutritt zur schönen neuen Schulwelt erhalten, die dafür bezahlen können.

4. These: Wir müssen deshalb eine folgenschwere Entscheidung treffen: lassen wir die Entwicklung wie bisher weitertreiben und drehen an kleinen Schräubchen, um das bestehende System ein wenig besser zu machen? Oder arbeiten wir aktiv am Aufbau des leistungsfähigen, gerechten und lernenden Systems der Zukunft?

5. These: Entscheiden wir uns für die erste Strategie, wird fortgesetzte Stagnation die Folge sein – bis es zu einem „Tesla-Moment“ kommt, in dem uns das Heft des Handelns von externen kommerziellen Akteuren aus der Hand genommen wird, deren Angebote der herkömmlichen Schule weitaus überlegen sind.

6. These: Entscheiden wir uns hingegen für die Gestaltung einer Systemtransformation, können wir auf etabliertes Wissen und Erfahrungen aus anderen gesellschaftlichen Bereichen zurückgreifen. Erfolgreiche Transformationsprozesse wie z.B. die Energiewende zeigen uns die Hebel, an denen transformatives Handeln ansetzen kann.

7. These: Für die Gestaltung der Transformation sind die folgenden drei Hebel entscheidend:

  • Wissen, wie es geht. Deshalb entwickelt das New School Lab neue Zukunftsstrategien ebenso wie Formate für deren Verbreitung.
  • Zeigen, wie es geht: Deshalb entwickelt das New School Lab Projekte wie „100-Prozent-Schulen“, in denen alle Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen lernen sollen. Und mit Tutoring for All arbeiten wir am Aufbau einer digitalen Infrastruktur für solche Schulen
  • Verbündete, mit denen es geht. Deshalb arbeitet das New School Lab am Aufbau einer breiten Koalition von Mitstreitern, die ein ähnliches Problem- und Zielverständnis teilen, eine ähnliche Sprache sprechen und auf Grundlage einer geteilten Theory of Change handeln.

Ansprechpartner

Philipp Nisster
echolot pr GmbH & Co. KG
Telefon: +49 159 01929655
E-Mail: nisster@echolot-pr.de


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