Berufsakademie erhält gemeinsame Geschäftsstelle für alle Standorte
Das Wissenschaftsministerium wertet die Berufsakademie Sachsen weiter auf. Gemäß einer Empfehlung des Wissenschaftsrates der Bundesrepublik Deutschland erhält die Berufsakademie mit ihren sieben Standorten im Freistaat eine gemeinsame Geschäftsstelle. Diese wird mit fünf Mitarbeitern besetzt sein, die wichtige Funktionsbereiche zentralisieren und für alle Standorte übernehmen.
09.07.2015 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusAufgaben wie Qualitätsmanagement, Internationalisierung, Technologie- und Wissenstransfer, Marketing und Akquise sollen demnächst von der Geschäftsstelle bearbeitet werden. Im Doppelhaushalt 2015/2016 sind dafür rund 840 000 Euro eingestellt. Die Geschäftsstelle wird am Standort der Berufsakademie Glauchau angesiedelt werden.
"Die Bündelung von Aufgaben, die an allen Standorten gleichermaßen erledigt werden müssen, verbessert die Rahmenbedingungen für das hauptamtliche Lehrpersonal und reduziert für Dozentinnen und Dozenten die Belastungen durch administrative Aufgaben", lobt Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange. Sie ergänzt: "Die Berufsakademie ist eine wichtige Säule für die Ausbildung von Fach- und Führungskräften im Freistaat. Wir wollen diese Säule weiter stärken. Mit der praxisnahen Ausbildung von hochqualifizierten jungen Menschen ist die Berufsakademie ein wichtiger Partner der regionalen Wirtschaft und besitzt mit der dualen Ausbildung ein besonderes Alleinstellungsmerkmal. Die Entlastung von administrativen Pflichten führt zur Professionalisierung gemeinsamer Aufgaben und letztlich zu besseren Qualität der Lehre."
Neben den Universitäten und Fachhochschulen sind die sieben Studienakademien der Berufsakademie eine wichtige Säule der tertiären Ausbildung im Freistaat. In der Berufsakademie Sachsen, die an den Standorten in Bautzen, Breitenbrunn, Dresden, Glauchau, Plauen, Leipzig und Riesa zu Hause ist, tragen Staat und Wirtschaft gemeinsam die Verantwortung. Dort werden branchenbezogene Studiengänge in den Bereichen Wirtschaft, Technik und Sozialwesen angeboten, welche sich vor allem an Abiturienten aus der Region richten, die zielgerichtet und schnell eine praxisnahe Ausbildung anstreben. Aber auch wer eine Meisterprüfung erfolgreich abgelegt hat oder Bewerber, die eine Berufsausbildung abgeschlossen und eine Zugangsprüfung bestanden haben, können ein Studium an der Berufsakademie Sachsen aufnehmen.
Derzeit sind etwa 4500 Studierende an der Berufsakademie eingeschrieben. Das dreijährige duale Studium an einer der Studienakademien mit wirtschaftlicher, technischer und sozialer Ausrichtung verknüpft Theorie und Praxis. Die Studierenden werden sowohl in der Studienakademie als auch beim Wirtschaftspartner auf eine berufliche Tätigkeit vorbereitet. Das Studium wird durch das ausbildende Unternehmen dem Studierenden vergütet. Nach erfolgreichem Abschluss verleiht der Freistaat Sachsen einen international anerkannten Bachelor-Titel. Zudem haben die Absolventen die Möglichkeit, ein Masterstudium an einer anderen Hochschule aufzunehmen.
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