Berufswahlpass stärkt berufliche Orientierung

Der Berufswahlpass ist seit Juli 2014 offizieller Partner der Initiative Bildungsketten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das BMBF unterstützt damit noch mehr junge Menschen auf ihrem Weg, sich für einen geeigneten Beruf zu entscheiden. Aktuell werden jährlich über 130.000 Berufswahlpässe durch die Schulen den Jugendlichen an die Hand gegeben. Er ist das meist eingesetzte Medium für die berufliche Orientierung.

12.08.2014 Pressemeldung Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

"Von der Einbindung des Berufswahlpasses in die Initiative Bildungsketten profitieren die jungen Menschen, weil mit dem Berufswahlpass die verschiedenen Maßnahmen zur Berufsorientierung abgestimmt und aufeinander bezogen werden. Der Berufswahlpass ist ein zentraler Begleiter auf dem Weg in den Beruf", sagt Anne Roth, Koordinatorin der Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass in der Servicestelle Bildungsketten.

Die Schülerinnen und Schüler analysieren mit dem Berufswahlpass ihre Stärken und Interessen und dokumentieren und reflektieren ihre Erfahrungen und Erkenntnisse, die sie im Laufe ihres Berufswahlprozesses erwerben. Er begleitet die Jugendlichen u.a. dabei, Betriebspraktika auszuwerten oder den Bewerbungsprozess zu gestalten, Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz zu schreiben oder den nächsten Lernabschnitt zu organisieren.

Herausgegeben wird der Berufswahlpass von der Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass, der 13 Bundesländer, das BMBF und die Bundesagentur für Arbeit angehören. "Die Koordination der Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass durch die Servicestelle Bildungsketten stellt sicher, dass der Berufswahlpass im Schulterschluss mit den Ländern weiterentwickelt und verbindlich eingesetzt wird", erklärt der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass, Dr. Alfred Lumpe, aus Hamburg.

Als Teil der Initiative Bildungsketten kann der Berufswahlpass von weiteren Akteurinnen und Akteuren aktiv in den Berufswahlprozess eingebunden werden. So können etwa Berufseinstiegsbegleiterinnen und -begleiter den Berufswahlpass nutzen, um die nächsten Schritte mit den jungen Menschen zu planen oder Ergebnisse aus den Gesprächen über die berufliche Selbsterkundung und berufliche Perspektiven darin zu dokumentieren. Die verschiedenen Stationen des Berufswahlprozesses lassen sich systematisch planen und miteinander verknüpfen.

Weitere Informationen:

Initiative Bildungsketten: www.bildungsketten.de

"Abschluss und Anschluss – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss" ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit den Ländern. Die Berufseinstiegsbegleitung wird innerhalb der Initiative durch das BMAS und die BA umgesetzt, finanziert aus Mitteln der BA und aus vom BMAS bereitgestellten Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Das Programm "Förderung der Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten" (BO-Programm) wird im Auftrag des BMBF vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführt.

Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass: www.berufswahlpass.de

Der Berufswahlpass entstand im Rahmen des Programms "Schule – Wirtschaft / Arbeitsleben" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Projekt "Flexibilisierungsbausteine und Berufswahlpass", das als Verbundprojekt der Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein durchgeführt wurde. Das Projekt endete im Dezember 2005. Die daraufhin gegründete "Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass", der auch Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie die Bundesagentur für Arbeit beitraten, entwickelt seitdem den Berufswahlpass weiter.

Ihre Ansprechpartner/innen in der Servicestelle Bildungsketten beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB):
Anne Roth (Koordinatorin der Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass)
Tel.: 0228/ 107-2528
E-Mail:
Michael Schulte (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Tel.: 0228/ 107-2336
E-Mail:


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