Bessere Chancen für benachteiligte Jugendliche

Der Schulversuch "Produktionsschule" wird weiter ausgebaut. An der Landesberufsschule für die berufliche Förderung von Jugendlichen der Justizvollzugsanstalt Ottweiler (JVA) wird zum Schuljahr 2005/06 eine weitere Produktionsschule eingerichtet.

08.06.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Dies hat Kultusminister Jürgen Schreier am Mittwoch mitgeteilt. "Die Produktionsschulen haben sich seit ihrem Start vor drei Jahren hervorragend bewährt. Sie bieten benachteiligten Jugendlichen sehr gute Qualifizierungsmöglichkeiten. Dies zeigen die Erfolge bei der Vermittlung in Lehr- oder Arbeitsverhältnisse", erklärte der Minister.

Die Produktionsschule ist eine besondere Form des Berufsvorbereitungsjahres. Sie richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit fehlender Ausbildungsreife. Ziel dieser Schulform ist es, berufsschulpflichtige Jugendliche mit besonderem berufsqualifizierendem Förderbedarf in der Schule und in schulischen Werkstätten zur Ausbildungsreife und zum Hauptschulabschluss zu führen. Neben der Praxisorientierung in den Werkstätten und der Vorbereitung auf einen externen Hauptschulabschluss werden die Jugendlichen sozialpädagogisch betreut.

Die erste Produktionsschule wurde 2002 am Berufsbildungszentrum (BBZ) in Lebach eingerichtet. Daneben gibt es vier weitere an den Berufsbildungszentren in Saarlouis und St. Wendel sowie am BBZ Hochwald und am BBZ St. Ingbert.

Die bisherigen Erfahrungen an den Produktionsschulen sind viel versprechend. Mehr als die Hälfte der Schüler hat sich bisher zur Hauptschulabschlussprüfung gemeldet, rund 60 Prozent davon haben bestanden.

Die Erfolge dieser neuen Schulform machen den notwendigen Paradigmenwechsel (Prävention statt "soziale Reparatur") im Bereich Schule/Jugendhilfe deutlich.

"Aufgrund dieses erfreulich positiven Ergebnisses wird der Schulversuch "Produktionsschule' weitergeführt und weiter ausgebaut", betonte Kultusminister Jürgen Schreier.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden