Brandenburg und Berlin gründen gemeinsame Landesinstitute für Schule und Medien sowie zur sozialpädagogischen Fortbildung

Der Berliner Senator für Bildung, Jugend und Sport, Klaus Böger, und der brandenburgische Minister für Bildung, Jugend und Sport, Holger Rupprecht, unterzeichneten heute in Berlin zwei Staatsverträge. Gegründet werden ein gemeinsames Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) und ein gemeinsames Sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut Berlin Brandenburg (SFBB).

22.05.2006 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Die gemeinsamen Institute sollen Aufgaben für beide Länder übernehmen, die bisher jedes Land für sich durch sein jeweiliges Landesinstitut wahrnimmt. In diesem Zusammenhang werden auch entsprechende Einsparpotentiale erzielt.

Der brandenburgische Bildungsminister Holger Rupprecht und der Berliner Bildungssenator Klaus Böger erklärten: "Nach der Gründung des gemeinsamen Instituts für Schulqualität zu Beginn diesen Jahres setzen Berlin und Brandenburg mit der Zusammenführung weiterer Einrichtungen ihren Weg einer aufeinander abgestimmten Bildungspolitik konsequent fort. Wir begreifen uns als Bildungsregion, denn das ist es auch, was unsere Bürger von uns verlangen."

Die Länder Berlin und Brandenburg arbeiten in der Bildungspolitik eng zusammen: Es liegen für die Hauptfächer gemeinsame Kurricula für die Grundschulen, Sekundarstufen I und II vor. Für das Zentralabitur im Jahre 2007 gibt es einen gemeinsamen Termin. Im Januar 2006 hat das gemeinsame Institut für Schulqualität seine Arbeit aufgenommen.

Nunmehr werden Berlin und Brandenburg auch in der Fortbildung von LehrerInnen und ErzieherInnen zusammenarbeiten: Ziel der Gründung gemeinsamer Institute ist es, vor dem Hintergrund der fachlichen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen in den Bereichen der Bildung und der Jugendhilfe die Kräfte für eine gemeinsame Region Berlin/Brandenburg zu bündeln und die bisher in Teilbereichen erfolgte Zusammenarbeit zu verstetigen.

Das gemeinsame Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg soll folgende Aufgaben für beide Länder übernehmen:

  • Unterrichtsentwicklung in den Fächern, Lernbereichen und Bildungsgängen einschließlich der Rahmenlehrpläne und der zentralen Prüfungen,
  • Qualifizierung von Schulleitungspersonal und Zielgruppen der Schulbehörden, soweit nicht durch die regionale Fortbildung wahrgenommen,
  • Schul- und Modellversuche sowie die Durchführung von Schul- und Schülerwettbewerben,
  • Medienpädagogik, Medienarbeit und multimediale netzbasierte Unterstützungssysteme in den Bereichen Schule und Weiterbildung / Erwachsenenbildung,
  • Qualifizierung des Fachpersonals im Bereich der Weiterbildung / Erwachsenenbildung.

Das gemeinsame Sozialpädagogische Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg soll die Aufgaben für die überörtliche Fortbildung und für die gemeinsame

  • Fachentwicklung in den Arbeitsfeldern
  • Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit,
  • Kindertagesbetreuung und Tagespflege,
  • Familienförderung, soziale Dienste der Jugendämter und Hilfe zur Erziehung wahrnehmen.

Darüber hinaus ist es auch zuständig für die Fortbildung in der Kinder- und Jugendhilfe des Landes Berlin in seiner Funktion als Träger von Einrichtungen und örtlicher Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Gesamtstädtische Verantwortung).

Die beiden Landesinstitute sollen jeweils zum 1.1.2007 errichtet werden und ihre Arbeit aufnehmen. Das LISUM wird als nachgeordnete Einrichtung des Landes Brandenburg in Ludwigsfelde-Struveshof und das SFBB wird als Sonderbehörde des Landes Berlin im Jagdschloss Glienicke angesiedelt werden.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden