Bündnisgrüne fordern Sonderprogramm für Ausbildung

(hib/SUK) Angesichts der "drohenden Ausbildungsplatzkatastrophe" soll die Bundesregierung ein Sonderprogramm für "mindestens 50.000 Jugendliche" auflegen. Das fordern die Bündnisgrünen in einem Antrag (16/2630).

28.09.2006 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Dadurch könnten sowohl zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze als auch ein größeres Angebot an außerbetrieblichen Ausbildungsangeboten finanziert werden. Das Programm soll nach dem Willen der Bündnisgrünen schwerpunktmäßig auf so genannte Altbewerber und Jugendliche mit Migrationshintergrund ausgerichtet sein.

Anlass des Antrags sind Schätzungen des Bundesinstituts für Berufsbildung, nach denen 2006 bis zu 50 000 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz bleiben könnten. Der Ausbildungspakt habe damit, so die Bündnisgrünen, sein Ziel, für alle ausbildungswilligen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz zu schaffen, "wieder nicht erreicht".

Daher bestehe "dringender Handlungsbedarf". Die Bundesregierung solle nicht nur zusätzliche Ausbildungsplätze akquirieren, sondern auch den Ausbau der außerbetrieblichen Ausbildung forcieren, um die Chancen bisher und absehbarer unversorgter Jugendlicher auf eine Berufsausbildung zu verbessern.

Weiter heißt es in dem Antrag, die Regierung solle klarstellen, dass "ausbildende Betriebe bei der Vergabe öffentlicher Mittel bevorzugt werden können". Dies sei druch eine EU-Vergaberichtlinie von 2004 möglich, die Regierung wolle dies jedoch nicht klarstellen.

Außerdem soll die Regierung in Zusammenarbeit mit den Ländern das duale erweitern und modernisieren, regionale Netzwerke der beruflichen Bildung unterstützen und die Zahl der Schulabbrecher "endlich deutlich" senken. Durch die "Untätigkeit der Bundesregierung" werde der "Ausbildungsstau" immer drängender.

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