Bulmahn eröffnet Tagung "Fit für die Ausbildung - Können, was Zukunft hat"

Nach Ansicht von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn müssen alle jungen Menschen einen Zugang zur beruflichen Bildung erhalten. "Ausbildung für alle ist auch eine wesentliche Voraussetzung für den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland", sagte die Ministerin zum Auftakt der Tagung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) "Fit für die Ausbildung - Können, was Zukunft hat" am Dienstag in Düsseldorf.

31.08.2004 Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

Die Jugendlichen müssten schon in der Schule ausreichend auf eine berufliche Ausbildung vorbereitet werden. Der Bund habe für die Qualitätsverbesserung der schulischen Bildung wesentliche Vorleistungen erbracht, sagte Bulmahn. "Wir finanzieren den Aus- und Aufbau von Ganztagsschulen mit vier Milliarden Euro, erarbeiten gemeinsam mit den Ländern vergleichbare nationale Bildungsstandards auf hohem Niveau und fördern die Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft."

Darüber hinaus würden die Startbedingungen der Jugendlichen für eine berufliche Ausbildung auch mit spezifischen Berufsvorbereitungsangeboten verbessert. Das erhebliche staatliche Engagement werde durch die aktuelle Statistik des Bundesinstituts für Berufliche Bildung (BIBB) für das Jahr 2003 belegt. Demnach absolvierten insgesamt rund 525.000 junge Menschen eine berufliche Grundbildungsmaßnahme, was innerhalb von zehn Jahren eine Steigerung um 93 Prozent (1992: 272.000) bedeutet. Vor diesem Hintergrund erinnerte die Ministerin an den gemeinsam mit der Wirtschaft geschlossenen "Nationalen Pakt für Ausbildung". "Die Betriebe müssen sich der Verantwortung für die Qualifizierung ihrer Fachkräfte wieder stärker stellen."

Auch die leistungsschwächeren Jugendlichen bräuchten Chancen für eine betriebliche Ausbildung, sagte Bulmahn. Der Bund habe gemeinsam mit den Sozialpartnern neue Stufenausbildungsgänge und zweijährige Berufe in Tätigkeitsbereichen mit weniger komplexen Anforderungen geschaffen. Außerdem entwickle das BMBF neue Förderkonzepte, die insbesondere auf die Verbesserung der Vernetzung auf lokaler und regionaler Ebene setzten. Bulmahn betonte in diesem Zusammenhang die große Bedeutung von anrechenbaren Qualifizierungsbausteinen. Diese könnten bei einer späteren beruflichen Ausbildung angerechnet werden und erhöhten so die Effizienz der Berufsausbildungsvorbereitung.

Auf der bundesweiten Fachtagung beraten rund 250 Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Praxis über Wege zur Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit von Jugendlichen. Damit setzt das BMBF seine Aktivitäten im Rahmen der Ausbildungsoffensive 2004 fort.


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