DIHK: 80 Türöffner für Jugendliche ohne Schulabschluss

In immer mehr Berufen erhalten Jugendliche mit schlechtem oder keinem Schulabschluss über die Einstiegsqualifizierung (EQ) eine Chance auf Ausbildung! Nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) werden inzwischen 80 verschiedene EQs im Bereich der Industrie- und Handelskammern (IHKs) angeboten. Zum Start des Ausbildungspaktes 2004 waren es noch 10. Damit gibt es bereits für jeden 4. Beruf eine solche Einstiegsmöglichkeit. So z.B. bei den Metallberufen die EQ Bauteileherstellung, bei den Umweltberufen die EQ Recycling oder bei den gastgewerblichen Berufen die EQs Speisenvorbereitung, Catering oder Hotel-Garni-Service.

17.04.2007 Pressemeldung DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag

Der Vorteil für die Schulabgänger: Jede Einstiegsqualifizierung mit IHK-Zertifikat ist Bestandteil eines anerkannten Ausbildungsberufes. Sie bietet Jugendlichen mit eingeschränkten Vermittlungsperspektiven die Möglichkeit, einen Fuß in die Tür zur betrieblichen Ausbildung oder zu Beschäftigung zu bekommen. Denn, das zeigen Umfragen: Über 60% der EQ-Absolventen bekommen im Anschluss einen regulären Ausbildungsplatz - ein Teil der 6-12 monatigen EQ-Zeit kann dabei auf die Ausbildung angerechnet werden.

Aber auch für die Betriebe ist die Einstiegsqualifizierung eine nicht zu unterschätzende Chance. Sie müssen sich nicht gleich auf 3 Jahre binden und sehen in dieser Zeit mehr, als Schulzeugnisse aussagen. Bei rückläufigen Bewerberzahlen und zunehmendem Fachkräftemangel wird dieses Angebot an die Betriebe, auch Jugendliche mit schlechten Noten zu testen, noch interessanter werden.

Die Wirtschaft hat sich im Rahmen des Ausbildungspaktes verpflichtet, bis 2010 jährlich 40.000 solcher Plätze zur Verfügung zu stellen.


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