DIHK-Präsident Braun: Erfreulicher Zuwachs bei Ausbildungsverträgen im Juli

Kein Grund zu Pessimismus besteht nach Ansicht von DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun angesichts der derzeitigen Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt. Nach seinen Angaben wurden bei den Industrie- und Handelskammern bis Ende Juli 210.838 neue Ausbildungsverträge registriert, das sind gut 6.000 oder knapp 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei verläuft die Entwicklung in West- und Ostdeutschland sehr unterschiedlich: In den alten Bundesländern liegt der Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei 3,4 Prozent. In Ostdeutschland stieg die Zahl um 0,8 Prozent - wobei dieser leichte Zuwachs jedoch in erster Linie dadurch bedingt ist, dass Förderprogramme für außerbetriebliche Ausbildungsplätze in den neuen Ländern früher wirksam wurden. Wodurch diese Unterschiede in der Entwicklung der Vertragszahlen zustande kommen, soll in Kürze im Kreise der IHK-Ausbildungsexperten erörtert werden.

07.08.2006 Pressemeldung DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag

Insgesamt zeigte sich Braun aber zufrieden. Die Anstrengung der Paktpartner trage auch im dritten Jahr Früchte: Im Vergleich zu 2003, dem letzten Jahr vor dem Ausbildungspakt, wurden bislang im IHK-Bereich insgesamt knapp 9 Prozent mehr Lehrverträge registriert. In den ersten sieben Monaten des Jahres haben die Industrie- und Handelskammern 16.900 Betriebe neu für die Berufsausbildung gewonnen. Insgesamt wurden von den IHKs bis Ende Juli rund 22.700 neue Ausbildungsplätze im Sinne des Ausbildungspaktes eingeworben.

Der bisherige Erfolg sollte die Unternehmen, aber auch die Jugendlichen motivieren, noch einmal alle Anstrengungen zu unternehmen. Dann so Braun weiter, sei er zuversichtlich, dass alle Schulabgänger, die sich ernsthaft um Ausbildung bemühten, auch untergebracht werden können. Er forderte die Jugendlichen erneut auf, auch die Chancen der Einstiegsqualifiaktionen zu nutzen: "Wir haben weitere interessante Teilberufsbilder entwickelt. Ich kann den Jugendlichen, die nicht sofort einen Ausbildungsplatz bekommen, nur empfehlen, über einen EQ-Platz den Einstieg zu machen. Mehr als jeder Zweite hat nach unseren Erfahrungen danach einen Ausbildungsplatz."


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