Baden-Württemberg

Duale Berufsausbildung 2013: knapp 3 000 Neuabschlüsse weniger

Die erneut sinkende Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Baden-Württemberg um knapp 3 000 bzw. −3,9 Prozent auf nunmehr 74 500 bestätigt die schwierige Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes blieben vor allem weibliche Jugendliche dem Ausbildungsmarkt 2013 (−5 Prozent bzw. −1 600 im Vergleich zum Vorjahr) fern.

15.04.2014 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Daraus ergibt sich der niedrigste Frauenanteil an Neuabschlüssen in Baden-Württemberg seit 1993. Demzufolge haben die von den weiblichen Jugendlichen getätigten 30 400 Neuabschlüsse nur einen Anteil von 40,8 Prozent (1993: 44,1 Prozent). 59,2 Prozent der 74 500 Ausbildungsverträge wurden von männlichen Jugendlichen neu abgeschlossen. Insgesamt standen zum Stichtag 31. Dezember 2013 rund 195 800 Männer und Frauen in Ausbildungen nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. der Handwerksordnung (HwO). Damit wurde die geringste Zahl an Auszubildenden innerhalb der letzten 15 Jahre verzeichnet.

Die Differenzierung nach den Ausbildungsbereichen zeigt für das Jahr 2013, dass in allen Ausbildungsbereichen die Zahl der Neuabschlüsse gesunken ist. Dies gab es zuletzt 1990. Ein deutliches Minus bei den Neuabschlüssen war 2013 im größten Ausbildungsbereich "Industrie und Handel" zu verzeichnen (−4,6 Prozent bzw. −2 200 im Vergleich zum Vorjahr). Allein in diesem Ausbildungsbereich wurden knapp 1 100 Neuabschlüsse (−5,6 Prozent) weniger von jungen Frauen abgeschlossen. Auch der Ausbildungsbereich "Handwerk" hat einen Rückgang (−3,3 Prozent bzw. −670) hinnehmen müssen und weist erstmals mit 19 400 einen Wert unter 20 000 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen aus. Der drittgrößte Ausbildungsbereich "Freie Berufe" lag mit rund 5 500 (−0,8 Prozent bzw. −47) neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen geringfügig unter dem Vorjahreswert.

Differenzierung nach den Ausbildungsbereichen unter www.statistik-bw.de/Pressemitt/2014130.asp


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden