Berufsabschlüsse

Ein Jahr Informationsportal zum Anerkennungsgesetz für ausländische Berufsabschlüsse

Rund ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen kann sich die Bilanz des hierfür ins Leben gerufenen Informationsangebots unter [www.anerkennung-in-deutschland.de](http://www.anerkennung-in-deutschland.de) sehen lassen: Bis Mitte März haben rund 360.000 Personen das Portal "Anerkennung in Deutschland" genutzt.

27.03.2013 Pressemeldung Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Mit Hilfe des "Anerkennungs-Finders" wurden schätzungsweise 130.000 Personen an die für sie zuständige Stelle weitervermittelt. Auch Beschäftigte in der Jobvermittlung und der Beratung von Migrantinnen und Migranten machen regen Gebrauch von der Internetseite. "Das neue Anerkennungsgesetz stößt erfreulicherweise auf großes Interesse. Dies zeigt, dass es einen wichtigen Beitrag zur Abmilderung des drohenden Fachkräftemangels leisten kann", erklärt Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), aus Anlass des ersten Jahrestages. Das BIBB betreibt das Informationsportal im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

"Durch den gelungenen Internetauftritt zum Anerkennungsgesetz werden Interessierte umfassend und professionell informiert, individuell beraten und bei ihrem beruflichen Aufstieg begleitet", so Esser. Auch die zuständigen Stellen profitierten vom Angebot. Unterstützung vor Ort erhalten interessierte Personen darüber hinaus durch ein Netzwerk von bundesweit 71 Beratungsstellen im bundesweiten Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung" (IQ).

Zu den im Anerkennungsportal am häufigsten aufgerufenen deutschen Berufsprofilen zählen bislang die akademischen Heilberufe, Ingenieure, Gesundheitsberufe, Lehrer, Erzieher und Sozialarbeiter sowie Bürokaufleute. Durchschnittlich über 40 % der Nutzerinnen und Nutzer greifen dabei aus dem Ausland auf das Portal zu. Die überwiegende Mehrzahl kommt aus europäischen Ländern - vor allem aus Portugal, Spanien, Polen, Rumänien, den Niederlanden und Italien; rund 22 % stammen aus so genannten Drittstaaten - zum Beispiel Russland, Türkei und Indien.

"Damit künftig noch mehr Menschen die Chancen des Anerkennungsgesetzes kennenlernen und nutzen können, starten wir ab dem 1. April eine neue Informationsoffensive - zunächst bundesweit, ab Ende des Jahres dann auch im Ausland", betont BIBB-Präsident Esser. Mit Slogans wie "Gelernt ist gelernt" oder "Top im Job - auch in Deutschland" in neun verschiedenen Sprachen werden Anerkennungsinteressierte dann auf die Vorteile des Gesetzes und den Service des Portals aufmerksam gemacht. Zum Jahrestag hat das Anerkennungsportal auch ein neues Design bekommen.

Zum Hintergrund:

Das "Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen", kurz Anerkennungsgesetz, erleichtert und verbessert seit dem 1. April 2012 die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in der Zuständigkeit des Bundes. Das BIBB betreibt dabei das Informationsportal "Anerkennung in Deutschland" im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Finanziert wird das Portal im Rahmen des Förderprogramms "Integration durch Qualifizierung" (IQ). Das Förderprogramm wird vom BMBF, dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) getragen.

Mehr Informationen unter www.anerkennung-in-deutschland.de


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