Erwerbstätige in Baden-Württemberg immer besser ausgebildet

Immer mehr Erwerbstätige in Baden-Württemberg verfügen nach den Ergebnissen des Mikrozensus über einen akademischen Abschluss. Dies sagte die Präsidentin des Statistischen Landesamtes, Dr. Carmina Brenner, heute vor der Presse im Rahmen der Vorstellung der neuen Veröffentlichung "Entwicklungen und Strukturen des Arbeitsmarktes in Baden-Württemberg". Anfang der 80er-Jahre hatten gerade 9 Prozent der Berufstätigen im Land einen akademischen Abschluss. 2006 traf dies bereits auf 16 Prozent der Erwerbstätigen zu. Im Gegenzug ist der Anteil der Baden-Württemberger ohne beruflichen Abschluss bzw. Hochschulabschluss erheblich kleiner geworden: Anfang der 80er-Jahre verfügten gut 30 Prozent über keine Berufsausbildung. Im Jahr 2006 war dies nur noch bei rund 21 Prozent der erwerbstätigen Baden-Württemberger der Fall.

03.12.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Mit 16 Prozent hat Baden-Württemberg einen Akademikeranteil, der dem Bundesdurchschnitt entspricht. Mit großem Abstand verfügt Berlin bundesweit mit rund 28 Prozent über den höchsten Anteil an Erwerbstätigen mit Fachhoch-/Hochschulabschluss, gefolgt von Hamburg mit 23 Prozent und Hessen mit 19 Prozent. Dagegen weisen Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und das Saarland die geringsten Anteile an hoch qualifizierten Erwerbstätigen auf. Mit knapp 14 bzw. 12 Prozent liegt der Akademikeranteil in diesen Ländern nicht einmal halb so hoch wie in Berlin.

Im Hinblick auf die Erwerbstätigen ohne beruflichen Ausbildungsabschluss zeigt sich ein deutliches West-Ost-Gefälle: So finden sich in den Neuen Ländern, möglicherweise noch historisch bedingt, die geringsten Anteile an Ungelernten (zwischen 10 und 15 Prozent). Diese liegen dabei deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 19 Prozent. Den höchsten Anteil an Erwerbstätigen ohne beruflichen Ausbildungsabschluss weisen dagegen die Stadtstaaten Bremen (27 Prozent) und Hamburg (24 Prozent) auf.

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