"Fortbildungsoffensive" zum neuen Schulgesetz startet am 1. August 2007

"Lernen fördern - Leistung fordern" ist die Fortbildungsoffensive überschrieben, mit der das Bildungsministerium die Schulen bei der Umsetzung des neuen Schulgesetzes unterstützen wird.

09.03.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Das Programm ist auf die Jahre 2007 bis 2010 ausgerichtet und insgesamt mit 1,4 Millionen Euro Landesmitteln ausgestattet. "Die Schulstruktur und auch die inhaltliche Arbeit der Schulen werden sich schrittweise verändern. Weil wir wissen, dass vor allem die Schulleitungen, aber auch die Lehrerinnen und Lehrer in diesem Prozess besonders gefordert sind, bündeln und verstärken wir ab dem 1. August 2007 unsere Fortbildungsangebote", sagte Bildungsministerin Erdsiek-Rave heute (9. März). So können die Kollegien aller Schulen zur Erarbeitung oder zur Fortschreibung des Schulprogramms, das ein Förderkonzept enthält, einmalig bis zu zwei Schultage nutzen.

Schwerpunkte der Fortbildungsoffensive sind zum einen die Begleitung der Schulen, die sich zu Regional- und Gemeinschaftsschulen weiterentwickeln wollen, und die "Individuelle Förderung im Unterricht".

Ute Erdsiek-Rave: "Regional- und Gemeinschaftsschulen zu gründen, pädagogische Konzepte zu entwickeln, kostet Mühe, Aufwand und braucht besondere Unterstützung. Die geben wir durch zusätzliche Ressourcen, durch externe Beratung und durch Begleitprojekte." Vorgesehen ist, dass

  • jede Regional- und Gemeinschaftsschule zur Zusammenführung der bisherigen Einzelschulen und zur Neubestimmung ihrer Arbeit fünf Lehrerwochenstunden für ein Jahr erhält.
  • jede Regional- und Gemeinschaftsschule Anspruch auf eine einjährige externe Begleitung (Moderation) durch Beraterinnen und Berater zur Erarbeitung oder Fortschreibung des Schulprogramms hat. Als Alternative kann eine Regional- oder eine Gemeinschaftsschule ein Fortbildungsbudget in Höhe von 2000 Euro erhalten.
  • die Schulen zwischen verschiedenen Schulbegleitprojekten wählen können, um Konzepte für individuelle Förderung zu erarbeiten und die Unterrichtspraxis weiter zu entwickeln.

Die Ministerin betonte, dass über 70 Beraterinnen und Berater die Schulaufsicht, die Schulleitungen und die Kollegien bei der Weiterentwicklung von Schule und Unterricht unterstützen werden. Das gilt vorrangig für Regional- und Gemeinschaftsschulen, aber auch für andere Schulen. Diese Moderatoren werden vom Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) qualifiziert und waren bereits in der Qualitätsentwicklung oder Fortbildung tätig.

Die Fortbildungsoffensive umfasst neben dem Schwerpunkt "Regional- und Gemeinschaftsschulen" auch folgende Angebote für alle Schulen:

  • "Führung und Veränderungsmanagment". Regionale Fortbildungsreihen und Coaching durch externe Berater für Schulleitungen, die bei der Weiterentwicklung und Zusammenführung von Schulen mitwirken.

  • "Zielorientierte Organisationsentwicklung auf der Grundlage des Schulprogramms" Schulen werden beim Schulentwicklungsprozess, bei der Fortschreibung, Umsetzung und Evaluation des Schulprogramms unterstützt.

  • "Individuelle Förderung im Unterricht" Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler besser individuell zu fördern, den Unterricht noch mehr auf das Entdecken von Stärken und das individuelle Fördern sowie Binnendifferenzierung auszurichten. Angeboten werden Schulbegleitprojekte, beispielsweise "Auf dem Weg zum schulinternen Fachcurriculum" "Lernkompetenz fördern" "Kollegiale Unterrichtsbeobachtung" "Lesen macht stark. Niemanden zurücklassen" "SINUS". Parallel bietet das IQSH Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen an.

"Viele Schulen im Land haben sich schon auf den Weg zu einer neuen Unterrichtskultur gemacht. Auf ihren Erfahrungen können wir aufbauen. Und mit unserer Fortbildungsoffensive auch die Schulen mitnehmen, die noch viele Fragen und einen hohen Bedarf an Unterstützung haben", sagte die Ministerin.

Anlage: Papier zur Fortbildungsoffensive "Lernen fördern - Leistung fordern" des Bildungsministeriums. (Siehe "Downloads")


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